Freitag, 11. April 2008
Was ist eigentlich Twitter? Twitter ist ein viel umjubeltes, gehyptes und sehr einfach nutzbares Web 2.0 Spielzeug. Und was kann man damit machen? Ehrlich gesagt weiß ich es selbst nicht genaut. Fakt ist, man kann schnell und einfach innerhalb von 140 Zeichen seinen "Followern" (Leute die das Hören wollen was du laberst) erzählen, was man gerade macht, was man gerade fühl oder erlebt hat. Ein Vergleich mit dem "Real Life" ist schwer zu machen, denn im Real Life würde solch eine Form Beziehung und Kommunikation zu anderen Personen, ins Irrenhaus und zu emotionaler Verarmung führen.

Wie dem auch sei, Twitter wird genutzt und Twitter wird immer mehr genutzt. Das erkennt man im Web2.0 immer daran, dass es die Zahl an Add-Ons, Clients, PLugin-Ins , Mash-Ups usw. ins unermessliche und abstruse abdriftet. Ich meine wer braucht schon eine Aufzählung der Twitter-Postings ("Tweets") die mit sagen, was bestimmte Personen gegessen haben. Schaut man sich Twitter genauer an erkennt man warum es so erfolgreich ist. Twitter pickt sich als aus allen bekannten Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen Zeit bestimmte Merkmale, verbindet diese miteinander und gibt dem ganzen dann noch ein Schuss Web2.0 hinzu - Fertig! SMS (140 Zeichen Begrenzung), Chatroom (Jeder kann jeden ansprechen und andere können mitlesen), Instant Messanging (Bestimmung von Leute die Lesen dürfen), E-Mail (Nachrichten bleiben erhalten und sind im nachhinein abrufbar), Web 2.0 (Vernetzung, Nachrichten sind per Google auffindbar). Also eine sicherlich sinnvolle Entwicklung -Eine neue Art der Kommunikation im Internet.
Doch die ganze Sache bekommt mit steigender Followerzahl auch seine kleinen Krankheiten bzw. Nebenwirkungen. Umso mehr Follwer man hat desto größer ist dementsprechend die Anzahl der Tweets die einem um die Ohren gehauen werden, darunter ist natürlich viel uninteressantes ("Noise") ( sie dazu auch den Beitrag von Peter Schink auf der re:publica08 ). Es wird also schwer interessantes aus uninteressantem zu filtern, bzw. um das wirklich tunzu können muss alles gelesen bzw. geöffnet werden. Dazu kommt erschweren hinzu, dass durch die 140 Zeichenbegrenzungen für z.B. extralange Links Anbieter wie TinyUrls verwendet werden müssen, welche den Link auf einen kleineren Verknüfungslink zusammenschrumpf ( so sieht das dann aus: http://tinyurl.com/Link XY ) . Das hat den Nachteil, dass man aus der Domain keine Prioritäten mehr ableiten kann. Das heißt jeder Link der getwittert wurde, ist zunächst anonym. Natürlich wird der Link innerhalb des Tweets beschrieben, dennoch fällt einem die Auswahl bei der Menge zunehmend schwerer, bzw. man füllt sich erschlagen.
Oft habe ich mir schon die Frage gestellt, ob Twitter nur was für ADSler ist. Stringede Diskussionsverläufe sind äußerst selten bzw. kaum zu finden. Twitter aktiv benutzen bedeutet sein Gehirn zuüberinformieren. Hinzu kommt das stetige Hinterfragen, ob einen das überhautpt interssiert was der andere gerade macht. Zu einem Entschluss bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.
Fakt ist aber Twittern hat einen ungeheimen Reiz und macht Spaß. Nicht zuletzt, weil es jeden Tag ( wie Ghostgod19 es auch beschrieben hat ) mindestens ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Nicht zu selten werden momentane Empfindungen, Probleme oder News, in humorvolle und wortgewande 140 Zeichen verpackt.
Mein Twittername ist übrigens "MAGIXblog" wer mir folgen möchte kann das gerne tun.