Kleines Glossar

Wer? Wie? Was? Hier gibt's das kleine 1x1 der Blog-Begriffe!

Ist unser Glossar unvollständig? Wenn Sie noch eine Erklärung vermissen, freuen wir uns auf Ihre Benachrichtigung.


Blog (oder auch Weblog):

Der Begriff Weblog ist eine Kreuzung aus den englischen Begriffen "web" und "log" (Logbuch). Er beschreibt eine einfach gestaltete Website, die periodisch neue Artikel (sogenannte "Posts") enthält, wobei der jeweils neueste Artikel an oberster Stelle auf der Seite zu finden ist. Ältere Einträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

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Feed (oder auch Newsfeed):


Technisch gesehen ist ein Feed ein Transportmechanismus, um ausgewählte Informationen von einer Website in vereinfachter Form zu transportieren. Praktisch gesehen bleiben Sie über einen abonnierten Feed automatisch immer auf dem neuesten Stand über die Artikel im MAGIX Blog. So verpassen Sie zum Beispiel nie einen neuen Artikel in Ihrer Lieblingskategorie. Mehr Infos rund um das Abonnieren und Verwenden von Feeds gibt's hier.

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Feedreader (oder auch Aggregator):

Ein Feedreader ist sozusagen das Sammelbecken für Ihre abonnierten Feeds. Es gibt diverse Formen und Anbieter von Feedreadern.
Mal als Software für den PC, mal als (meist kostenfreier) Online Service, den Sie von überall abrufen können. Zum Teil verfügen auch Internetbrowser bereits über eingebaute Feedreader. So können Sie in Windeseile die neuesten Inhalte Ihrer Lieblings-Internetseiten auf einen Blick sehen, ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen. Natürlich können sämtliche Feeds auch jederzeit problemlos wieder abbestellt werden.

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RSS:

Abkürzung für „Really Simple Syndication“, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“. Hierunter versteht man eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website – oder Teiler davon – zu abonnieren.

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ATOM:

ATOM ist –als Weiterentwicklung von RSS– ein weiterer Standard zum plattformunabhängigen Austausch von Informationen über das Internet.

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Bloggen ist anders

Freitag, 25. Januar 2008

Hier und da wird seit kurzem über das Verhalten mancher Blogger hergezogen. Blogger überschätzen sich selbst , Blogger bloggen mit Scheuklappen, Blogger schweigen zu wichtigen Themen (Börsencrash).

Ich kann diese Diskussion bzw. den Deiskussionsansatz nicht verstehen. Da regt sich itha darüber auf, dass keiner der wie die großen deutschen Blogger über  die letzten Geschehnisse an der Börsen berichteten. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Qualität sei zu hoch.

Ich dachte beim Bloggen geht es darum alternativen Journalismus zu erschaffen, Themen differenziert zu beleuchten. Alternativer Journalismus heißt, sich mit anderen Themen auseinandezusetzten und vor allem anders auseinanderzusetzten, als das die Main-Stream-Medien tun. Die Themen-Auswahl ist dabei vollkommen selbstbestimmt und wenn die Blogosphäre keine Lust hatte über den DAX-Absturz zu berichten, dann ist das halt so. Ich glaube auch nicht, dass irgendein Blogger in Deutschland zu diesem Thema hätte mehr beitragen können als jedes x-beliebige Online Magazin zu diese Thema abliefert. Denn ich persönlich kennen keinen bloggenden Bankenchef. 

Blogger haben keine direkten Verpflichtungen jemanden gegenüber. Sie sind nicht öffentlich rechtlich ( Ich bezweifele, dass es Menschen gibt, die sich nur durch Blogs informieren) und berichten natürlich nur ihre eigenen Interessen, Meinungen und Erfahrungen, genauso wie dies alle privaten Medien tun.

Wäre es nicht sinnvoller sich darüber aufzuregen, dass Private-Medien mit ihrem "Qualitätsjournalimus" nicht viel wichtigere Themen behandeln, als das DJ Tomekk aus dem Djungelcamp fliegt etc.? ( Stefan Niggemeier passend dazu )

Ich könnte jetzt genauso gut anfangen zu kritisieren, dass Robert Basic nicht über berühmte Marsmännchen bloggt....soviel dazu.

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Ist der Mensch böse?

Mittwoch, 14. November 2007

Also, wenn ich mir die Zeitungen der letzten Woche durchlese überkommt mich stetig die Wut und stelle mir ernsthaft die Frage: " Ist der Mensch böse?"

Gestern töteten Polizisten in Vancouver mit Hilfe eines Tasers, einen Fluggast (ich verkneife mir an dieser Stelle jegliche Information zur Nationalität, da das wie ich finde NIE was zur Sache tut). Der 40 Jährige war verständlicher Weise wütend darüber, dass er bereits 10 Stunden, aufgrund eines Missverständisses, im Abfertigungsbereich eines Terminals auf seine Mutter warten musste und fing an randalieren. Die Beamten taten ihre "Pflicht" und beschossen ihn mit den Taser.  Ein einfaches Festnehmen wäre auch zu anstrengend gewesen - Kurz nach dem Buschuss starb der Mann.

Andere Ort ähnliche Geschichte. Ein Polizist tötet mit seiner Schusswaffe den pöbelnden Lazio-Rom-Fan, Gabriele Sandri.  Die darauffolgende Randale und die damit verbundenen Folgen für den italienischen Fussball sind allgemein bekannt.

Wenn ich von diesen Sachen lese, schießen mir ( sehr treffend formuliert ) immer wieder Fragen durch den Kopf, die ergründen wollen, warum ein Mensch zu solchen Taten so einfach in der Lage ist ( und ist so etwas überhaupt menschlich?).

Fangen wir mal bei der Aggressionstherorie von unserem Freund und Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud an. Der behauptet, dass der Mensch "aktive Kräfte  zum Töten und Zerstören ins sich trage" - dem sogenannten "Todestrieb". Die Kraft kann nach Freund, nach "innen gerichtet" (Selbstmord, Selbstbestrafung) sein, oder eben "nach außen gerichtet" sein. Nach Freud scheint, das alles also so ziemlich logisch begründet. " Es gehört einfach zum Teil des menschlichen Wesen "andere zu malträtieren"- fertig !

Meiner Meinung sollte/kann man die Sache etwas detaillierter angehen. Ein Mensch der Aggressionen in sich trägt geht deshalb nicht gleich auf Menschen los, um seinen inneren Trieb zu befriedigen. Es geht darum diese inneren Aggressionen ("zerstörerischen Energien") herauszulassen, um sich nicht selbst zu schaden. An dieser  Stelle unterstütze ich die Theorie Freunds. Der Mensch besitzt zweifelsohne den selbstzweckhaften Charakter nach innen gerichtete Aggressionen eher nach außen abzulassen.

Hier setzt die "Dampfkesseltheorie" nach Konrad Lorenz an. Denn wie kommt es, dass sich das Herauslassen von Aggressionen (daher: "Dampf ablassen!") bei dem einen Menschen so, bei dem anderen Menschen so äußert und wieso kommt es  bei manchen Menschen zu überhaupt keiner Abreaktion nach außen. Es gibt also nach Lorenz, Menschen mit "starken Überdruck Ventil" und Menschen mit "schwachem Überdruckventii"l. Ziemlich klar. Ein Mensch der sich sehr aggressiv verhält hat ein schwaches Ventil und ein Mensch der sich weniger aggressiv verhält hat ein starkes Ventil.

Ok der Polizist der Gabriele Sandrini erschossen hat, scheint ein schwacher Ventil zu haben - Fertig ! oder doch nicht ?





Die Frage, weshalb äußert sich das "Dampfablassen" oftmals in körperlicher Gewalt, bleibt weiterhin offen! Auch hier gibt es eine Theorie die mich/uns der vermeidliche Lösung ein Stück näher bringt. Die Frustrations-Aggresions-Theorie von Leonard Berkowitz, stellt diese verschiedenen Verhaltensmuster eher mit den entsprechenden "Auslösern" in Verbindung. Das Ablassen von Aggressionen wird also durch bestimmte Auslöser mit beeinflusst. Frustration spielt dabei eine entscheidene Rolle. Findet ein Mensch eine Situation also nicht besonders frustrierend, gibt es keinen Auslöser und auch keine Aggression/Gewalt. “Wie der Betroffene reagiert, hängt nicht unerheblich von seiner Bewertung der Situation ab.“  Diese Theorie macht uns also ebenso um ein universell anwendbares Verhaltensgesetz reicher. Den kleinen Widerspruch , dass der Mensch samt seinem Verhalten einer Situation ausgeliefert ist, obwohl er den Reiz selbst definiert (bewertet), lassen wir mal außen vor.

Wenn wir jetzt noch die "Lerntheorie" betrachten, die davon ausgeht, dass die gesamte Umwelt eine Ansammlung möglicher Einflussfaktoren ist (“Auf die Entwicklung der Aggressivität nehmen im Kindesalter eine Fülle von Faktoren.."), dann stehen wie/ich wieder vor dem nichts, denn hier sind der psychologischen Phantasie nun wirklich keine Grenzen mehr gesetzt.

Ich persönlich sehe die Waffe, das Machtinstrument, als ein Auslöser für solche aktuellen Geschehnisse. Das Machtgefühl, das zweifellos bei Besitz einer Waffe auftritt, lässt das "Überdruckventil schwächer werden",die Frustrationsgrenze sinken, bzw. stellt als solches ein Ventil dar. Man bekommt die Chance, all das rauszulassen, was man Jahre lang unterdrückt hatte. Auf einer Ebene die nicht zwischenmenschlich passiert, sondern egozentrisch - mit dem Bewegen des Fingers am Abzug - Fertig.

Gut zu sehen ist dieses Phänomen an Filmen wie "Das Experiment" und "La Haine". In vermeidlichen Stress-Situation  werden Leute, die  Gewalt über andere haben,  diese in diesem Moment ausnutzen, wenn ein verstopftes Überdruckventil ehemals den Dampf drinbehalten hätte.  Inner Aggressionen, bahnen sich nun über das Ventil Waffe/Schlagstock etc. ein Weg in die Freiheit.

Man erkennt, es benötig also einen Reiz von außen, der zu Aggressionen bzw. Gewalt führt.  Sei es  eine Beleidigung oder ein dominante Anweisung, siehe Milgram Experiment. Die Hemmungen, des Auslösen einer Waffe oder Tasers, werden zusätzlich, wie die Lerntheorie besagt, durch in den Medien abgeschautem Verhalten, aufgeweicht.

Die übrigens 80% die den Mensch so handeln lassen, liegen in der individuellen Biographie.

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