Kleines Glossar

Wer? Wie? Was? Hier gibt's das kleine 1x1 der Blog-Begriffe!

Ist unser Glossar unvollständig? Wenn Sie noch eine Erklärung vermissen, freuen wir uns auf Ihre Benachrichtigung.


Blog (oder auch Weblog):

Der Begriff Weblog ist eine Kreuzung aus den englischen Begriffen "web" und "log" (Logbuch). Er beschreibt eine einfach gestaltete Website, die periodisch neue Artikel (sogenannte "Posts") enthält, wobei der jeweils neueste Artikel an oberster Stelle auf der Seite zu finden ist. Ältere Einträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

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Feed (oder auch Newsfeed):

Technisch gesehen ist ein Feed ein Transportmechanismus, um ausgewählte Informationen von einer Website in vereinfachter Form zu transportieren. Praktisch gesehen bleiben Sie über einen abonnierten Feed automatisch immer auf dem neuesten Stand über die Artikel im MAGIX Blog. So verpassen Sie zum Beispiel nie einen neuen Artikel in Ihrer Lieblingskategorie. Mehr Infos rund um das Abonnieren und Verwenden von Feeds gibt's hier.

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Feedreader (oder auch Aggregator):

Ein Feedreader ist sozusagen das Sammelbecken für Ihre abonnierten Feeds. Es gibt diverse Formen und Anbieter von Feedreadern.
Mal als Software für den PC, mal als (meist kostenfreier) Online Service, den Sie von überall abrufen können. Zum Teil verfügen auch Internetbrowser bereits über eingebaute Feedreader. So können Sie in Windeseile die neuesten Inhalte Ihrer Lieblings-Internetseiten auf einen Blick sehen, ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen. Natürlich können sämtliche Feeds auch jederzeit problemlos wieder abbestellt werden.

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RSS:

Abkürzung für „Really Simple Syndication“, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“. Hierunter versteht man eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website – oder Teiler davon – zu abonnieren.

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ATOM:

ATOM ist –als Weiterentwicklung von RSS– ein weiterer Standard zum plattformunabhängigen Austausch von Informationen über das Internet.

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Das Ministerium bejubelt Zune 2

Freitag, 5. Oktober 2007

Hoppla - Microsofts neuer MP3-Player und iPod-Killer Zune in der Zweitauflage schon im öffentlichen Bereich? Keine Angst, erstmal hat Ministerpräsident Bill Gates das Ding mit seinem Ressortchef J. Allard vorgestellt. Und die ersten Lobpreisungen sind auch schon da, u.a. von Matt Rosoff (Marktforschungsfirma "Directions on Microsoft") welcher der US-Tageszeitung Seattle Post-Intelligencer verriet: "Das ist ein tolles Gerät - für das Jahr 2006." Soviel Häme positiv verpackt? Einen iPod Touch in der Hand zu halten und einem schier übermächtigen Marktteilnehmer ständig vollmundig hinterherzurennen ist kein Zuckerschlecken. Aber ich vermisse seit Jahren, das es endlich mal einer richtig macht und einen Player herausbringt, der eine echte Alternative bietet, und das kann gar nicht so schwer sein:

- stabiles, langlebiges Gerät inklusive einfachem Auswechseln von Akkus

- Standardschnittstellen zum Überall-Aufladen und für den Anschluss an heimische Stereoanlagen

- Super-Klang und einen perfekten Kopfhörer inklusive, das "hineinpopeln" von Ohr-Hörern ist furchtbar, wir reden hier immerhin über Musikgenuss

- simples betanken der Player mit allen Formaten inkl. FLAC oder AAC lossless mit Standardtools unter allen Betriebssystemen

- WLAN/WIFI/Blutooth aber ohne verschlüsseln von Files die später unbrauchbar werden, oder wo ich gezwungen werde bestimmte Musicshops zu nutzen oder überteuerten Kaffee konsumieren muss

- FM-Radio und Mikrophon-Aufnahme in wirklich guter Qualität

- komfortable Möglichkeiten um volle Kameraspeicherkarten o.ä. zwischenzuspeichern

UND ENDLICH einen Knopf, mit dem ich sofort zum laufenden oder ausgewählten Titel eine musikalisch passende komplette Playliste für die nächste(n) Stunden(n) erzeugen kann, denn anders wird doch keiner mehr den Gigabytes an MP3s Herr oder?

>>> mehr    >>> Musik Blok 02 als Nonstopmix                

Ich verlange ja gar nicht, das Apple aus der Schmollecke herauskommt und morgen uns ein offenes System vorstellt, die sollen ihren proprietären Kram machen. Aber wann nutzt jemand konsequent die Chancen die diese Beschränkungen bieten, inklusive sinnvoller Funktionen die auf der hand liegen und gepaart mit einem ansprechenden Design und guter Benutzerführung? Von den jährlich 30-40 MP3 Playern die über unsere Tische für Testzwecke laufen, kralle ich mir persönlich immer wieder den einen oder anderen vielversprechenden Kandidaten um diesen tagelang zu testen. Am Ende nutze ich dann wieder mein Handy zum Musikhören - aber nur damit ich nicht zwei unvollkommene Geräte mit mir herumschleppen muss und weil das Handy immer am Mann ist. Ich hatte vor Jahren viel Geld für die erste 20 GB Creative Jukebox ausgegeben, deren Sound & Aufnahmefunktion heute noch zu Spitzenplätzen führen würde. Die gehört schon länger zum alten Eisen und irgendwie will sonst keiner mehr dieses Budget. Und wenn ich eine Alternative gefunden hätte, ich würde das herausschreien. Allein diese Verbreitung würde einem potentiellen Marktteilnehmer ca. 1,5 % bringen ...


Naja, Ministerpräsident Bill hielt Hof, anschließend hat er und sein Ministerium bestimmt gefeiert. Ich habe mir überlegt was sie wohl auf der Aftershowparty an Musik gehört haben. Bei diesen Überlegungen fiel mein Blick auf meine MOS-Sammlung (Ministry of Sound) mit den kompletten "Annuals" und nach der Auswahl von "Let rain down love" von 2006 (Zune 1.0) ergab ein Klick auf den Knopf "Finde ähnliche Titel" folgende Playliste für den Musik Blok 02:


"Let it rain down love / Freemasons"
- das dürfte wohl Steve Balmer, Bill Gates & Co. auch als ersten Track gehört haben: "Lass´ genug Liebe auf dieses Gadget regnen!"

"Head over heels / Blue Lipstick" - die Beschwörungsformeln für das Salesteam: "maybe together .... I know this is a miracle .... believe in our self" und dann kopfüber uns Verklaufs- & Marketing-Gewimmel.

"Superfreak / BeatFreakz" - klar wird es Freaks geben die das Teil lieben werden, es gibt genug die Apfel-Hasser.

"Make a move / Joey Negro" - ja, wenn es diesen "Move forward" nicht gibt, dann war es der letzte Zune und wird Europa nie erreichen, also "come on make a move on me"

"Once in a lifetime / Groove Cats" - einmal im Leben gibt es vielleicht eine Nische ohne Windows und Co.? Die Welt der MP3 Player?

"Ay no Corrida / Uniting Nations" - tanzen, tanzen, tanzen, es wird schon nicht so schlimm Bill, auch mit nur drei Elementen wie Erde, Wind & Feuer lässt sich genug erobern, das Wasser hat jemanmd anders...

"Clothes off / Digital Dog" - Steigerung: ausziehen, Party, die ganze Nacht!

"Money talks / MInd Electric" - "...dirty cash I want you...", klar geht es um unser Geld was anderer Geld mehren soll, doch dafür verlangen wir mehr als nur eine Party oder? Ein geniales Gerät bitte!

"Boogie 2nite / Booty luv boogie" - "I found a place where we can boogie all night....", ich glaube die Batterien vom Zune reichen für 12 Stunden Musik, wenn man keine Videos schaut.

"Every little time / Onyz" - "...sometimes I wonder, seems I´m all alone...", die Katerstimmung nach dem Tanzen, allein mit nur 1 Millionen verkaufter Zune 2.0 in einem Jahr?

(Anmerkung: nachdem die letzte Auswahl eher "alte Herren" war, bewegen wir uns hier in eine andere Liga, und das wird nicht die letzte musikalische Kehrtwendung gewesen sein - versprochen :-))

 

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Jeder hat mal angefangen: 10 - mein Popkomm Jubiläum

Mittwoch, 26. September 2007

Hallo,

nachdem neben dem Fußball nun auch das Videothema hier im Blog auftauchte, möchte ich gern als Magix-Audioverantwortlicher auch Musik hier zum Thema machen. Eigentlich wollte ich als Kind Trompete lernen, doch da Vater tagsüber nach Nachtschichten schlief, wurde ich von meiner Mutter sanft zur klassischen Gitarre konvertiert. Im Nachhinein sicher ein Glückumstand, denn klingendes Blech ist wesentlich ungeeigneter um Sympathien beim anderen Geschlecht zu erspielen. Nach Konservatorium, Musikstudium und jahrelanger Live-Mugge hatte ich die Seite gewechselt um in Plattenfirmen, im Fachhandel, bei Musikproduktionen und im Werbemusikrecht mein KnowHow zu vermarkten, was mich schließlich 2000 als "Sholly" zu Magix führte.

Letzte Woche hatte ich Jubiläum: meine 10. Popkomm - vielen Dank! Selbstverständlich denkt man da zurück, viele Teilnehmer sicher auch wehmutsvoll an die großen Auftritte von Major Labels und Startups Ende der 90er in Köln-Deutz. Oder an so tolle Aktionen wie "Wir stellen mal einen Mülleimer auf den Stand und schreiben drauf: Für Demos." ... und der Eimer war voll. Oder der "Aufschlag" von HiFind: ein Stand größer als zwei Majorlabel-Auftritte zusammen genommen und cooler als MTV+Viva im Quadrat mit atemberaubenden Hostessen obendrein.

>>> mehr  ///
>>> Musik Blok   

Deren Geschäftszweck kennt man heute von Pandora: dutzende (oder hunderte) Musikexperten beurteilen und bewerten Musik in einem umfangreichen System und an Hand dieser Matrix werden mir als Nutzer Empfehlungen gegeben, damit ich neue Musik entdecken kann. Ich ließ mich damals von allem Schnickschnack nicht blenden und interssierte mich trotzdem sehr dafür, aber meine Hauptfrage blieb leider unbeantwortet: "Wann denkt ihr, das ihr den ganzen heute erhältlichen Katalog im System habt und inklusive der Neuvorstellungen mir Empfehlungen von neuer oder alter Musik geben könnt?" Der offene ökonomische Aspekt, wie teuer es sein muss all diese kenntnisreichen Musikfreaks zu bezahlen hielt später auch die VCs ab - bis Pandora kam, aber mit den gleichen Problemen, bei größerer Titelanzahl und gewohnt zielsicherer Qualität innerhalb dieses Universums.

Doch das Grundbedürfnis unbekannte oder neue Songs & Künstler automatisch auf Basis der Musik innerhalb eines Kataloges von Millionen von Titeln zu entdecken ließ auch die Forscher u.a. bei Fraunhofer nicht ruhen. Und genau Teil dieses Suchprozesses innerhalb der letzten Monate und Jahre gewesen zu sein, das war für mich mehr als spannend & nervenaufreibend - im positiven wie auch stressigen Sinne. Neue Musik finden oder in neuem Kontext zu hören, das ist mein neues Hobby, für musikalische Reisen um Genre-Mauern und Vorbehalte aufzuweichen - demonstriert mit beispielhaften Playlists im "Musik Blok".

Der "Musik Blok" startet heute aus Anlass meines Jubiläums mit einem Alptraumthema für alle Musik-Macher, -Hörer &-Vermarkter als Ausgangs-Song:

"The Doors / When the music`s over" - das wird niemals passieren, wenn auch die Modelle für Geschäfte, die Sternchen & Styles alle im Fluß hin zu unbekannten Ufern sind, die Musik geht nur aus wenn der letzte das Licht ausmacht, da bin ich mir absolut sicher, denn "...music is your only friend until the end."

Den Dreh in der Playlist hin zu "The Verve / All in Mind" hätte ich "per Hand" nicht hinbekommen, und textlich passt es auch prima: keep "all in mind" - alle Optionen müssen auf den Tisch um das Tal des Jammerns zu verlassen, neue Alianzen müssen geschmiedet werden wie "You´ve got the money I`ve got the time" - jeder wirft seine Beiträge in die Waagschale.

Danish Dynamite "D.A.D. / Sleeping my day away" macht es klar: man kann am Tag schlafen wenn man in der Nacht losgeht, wäre schon schlimm wenn alle die Nacht nach dem verschlafenen Tag auch noch verschlafen. (Anmerkung: das hier ist übrigens eine Liveaufnahme aus Osaka, da haben die Jungs öfter als in Deutschland gespielt)

"Deep Purple / You fool no one" von der meiner Meinung nach viel zu wenig beachteten "Burn"-LP kann zum Thema beitragen"When you tell me lies I can see by the look in your eyes", also bei allem was man vorhat: keine Taschen vollhauen. (Anmerkung: dass ich die Strophe wo Bassis Glenn Hughes singt verwendet habe, ist Absicht)

"...and I think my spaceship knows which way to goes..." - einfach "David Bowie / Space Oddity" folgen, dem musikalischen Instinkt nach.

"Birds / 5th dimension" - wenn man noch klar im Kopf ist, dann findet man auch heraus, das man sich nur öffnen muss: "I found my senses still working...I open my heart to the whole universe and I found it was lovin´"

"Bob Dylan / Just like a woman" - einfach ein toller Song über DAS Thema in der Popmusik: die ganz besondere Beziehung. "... just like a woman, but she breaks just like a little girl"

"Black / Feel like Change" Ganz klar: die Veränderungen haben alle auf den vergangegen Popkomm-Events gespürt. Aber Musik wird immer mehr zum treibenden, emotionalen und identitätstiftenden Faktor. Deshalb wird es sich letztendlich vor allem für die Ausübenden rentieren, da bin ich mir sicher. "... maybe a hundred songs won´t make it right..." - aber die Musik als ganzes, als Therapie :-). (Anmerkung: Wie der Titel überhaupt auf meine Platte kommt ist mir übrigens schleierhaft, eventuell mit der "Best-of" des Künstlers, wobei ich mit "It´s a wonderful world" zwar mega-traurige Erinnerungen verknüpft habe, aber mir das "Everything coming up roses" damals extrem gut gefallen hat, und ich habe keine Ahnung warum!)

Ende der ersten Playlist, erzeugt aus meinem Archiv* - automatisch und rein technologisch erzeugt an Hand von musikalischer Ähnlichkeit. Wer es selber probieren will -> www.mufin.com - und demnächst mehr Archiv-Reisen inklusive Zwischenstopps, mehr zur Musik als Sprache und natürlich mit der einen oder anderen Anekdote von den vergangenen (Popkomm-)Events ....

* Archiv = ca. 25% meiner tausenden legal erworbenen CDs, ohne die noch nicht digitalisierten mehreren hundert LPs und inklusive aller legaler Downloads (Anmerkung: ich habe noch nie eine Tauschbörse von innen gesehen)

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