Am 24. Januar ist es wieder soweit: das internationale Filmfestival für Humor und Satire, genannt Eulenspiegeleien, läuft an. Dieses Jahr zum 35. Mal und sogar mitten in Berlin. Das „pentahotel“ in Berlin-Köpenick öffnet seine Türen und gewährt den filmisch Interessierten einen Einblick in die aktuellen Satire- und Comedyfilme der Amateurszene. Gemeinsam mit dem Publikum ermittelt die Jury einen Gewinner.
Ein paar Wochen vor Beginn des Festivals erhielten wir eine Einladung von den Veranstaltern und dachten uns, dass beim Thema Amateurfilm die beliebten Programme von MAGIX natürlich nicht fehlen dürfen. Nach ein paar Tagen Kopf zerbrechen, fiel uns auf, dass wir ja ein höchst beliebtes Videoschnittprogramm und einen passenden Soundpool haben, welche eventuell thematisch gut in den Rahmen eines Filmfestivals passen und sich hervorragend als Preis eignen könnten.
Auf das sich der Gewinner des Wettbewerbs freue und noch mehr tolle Videos zaubere!
Hier noch ein jugendfreies Bild aus dem nicht-ganz jugendfreien Gewinnerfilm des letzten Jahres. Der Ellenbogen im Hintergrund deutet es an...
Gute acht Monate habe ich gewartet. Acht Monate in denen meine Take That Karte wertlos an der Pinnwand ausharren musste. Am 09.03 diesen Jahres war nämlich Vorverkaufsbeginn, für die Take That Beautiful World Europa Tour . An diesem Tag war ich in der Schule und musste mich von einer Klassenkameradin darauf aufmerksam machen lassen, dass Take That im November nach 13 Jahren wieder nach Berlin kommt und heute der Vorverkauf beginnt.
Die Bedenkzeit betrug geschätzte 2 Sekunden und schon hatte ich mein Handy am Ohr, um bei Eventim 2 Konzertkarten á 67€ zu bestellen. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Ich bin vielleicht noch 3-4 Jahre zu jung als, dass ich von mir behaupten könnte, ich wäre ein Fan der ersten Stunde etc. Aber allein "Back for good" und "Never forget" waren mir 67€ wert. Schließlich waren die 90er meine Jugend.
So kam es also zum gestrigen Abend, der mir ein unvergessliches Konzert bescheren sollten. An der Halle angekommen stieß ich auf eine riesige Schlange, die vor dem Berliner Velodrom ,geballt wie eine Horde Pinguine die sich gegenseitig wärmen, stand und um Einlass bettelte.
Um 18:30 war es dann endlich soweit. Einen langen Gang entlag, vorbei an unzähligen Decken und Schlafsäcken der echten Hardcore-Fans, ging es in die Halle. Kleiner Tipp von mir: Jacken etc. im Auto lassen, so kann man locker 2 Stunden warten einsparen und ist schön weit vorne an der Bühne
Nach 2 nüchternen, über die Hallen-Lautsprecher vorgetragenen, Hinweisnachrichen, dass Howard, der übrigens später als Krankenschwester verkleidet die Bühne betrat, beim heutigen Konzert aufgrund einer Lungenverletzung fehlt, ging es dann endlich los. Der Support Act "Jamie Scott and the Town" betrat die Bühne. Ich hatte von dem Herren vorher nichts gehört, doch weiß seit gestern, dass dieser etwas undeutlich sprechende Engländer ;-), musikalisch sowie stimmlich auf hohem Niveau performt und sich bei mir in das Gedächtnis gesungen hat. Ziel erreicht!
Die nächsten 20min Wartezeit verkürzte sich das Publikum mit unzähligen "Laola-Wellen" und ungeduldigem Geschrei. Doch dann war es endlich soweit, die Show begann. Das 8 Monate Warten wurde endlich belohnt.
Take That lieferte von Beginn bis zum Ende des 1h 30min langen Konzert eine musikalisch sowie technische hochprofessionelle und atemberaubenden Show ab. Das sage ich nicht, um mir persönlich die 67€ Ausgaben zu rechtfertigen, sondern weil es so war und im das Konzert im Vergleich zu anderen irgendwelcher Übersee-Künstler, einfach um Klassen besser war. Dies lag nicht zuletzt auch daran, dass man den, leider nur 3, jungen Herren anmerkte, dass sie Spass und Freude an der Sache hatten. Das Glitzern in den Augen, beim Anblick voller Konzerthallen, scheint die Jungs wohl immernoch zu überkommen. Diese Freude und Energie spürt natürlich auch das Publikum.
Die Playlist des Konzertes war clever gewählt, natürlich wusste man, dass viele Konzertbesucher nur wegen den alten Hits in die Konzerthallen kommen würden. So schaffte man es in einem guten Mix, das neue Album gut in ein Arrangement aus Klassikern zu integrieren und somit jeden Besucher zu bedienen.
Gut wurde auch die Situation, dass ein Teil des Publikums weit hinten auf Rängen sitze (stand ) gelöst. Bei "Rule the World" wurde ein riesiger Laufsteg von der Decke geseilt, der die Jungs auf eine runde Plattform in die Mitte der Halle wandern und 33% des Konzerts performen lies. Somit kamen auch die weiter hinten stehenden Fans auf ihre Kosten. besonders lustig war mit anzusehen, dass die vorher "so harten und krassen" Jungen, die ihre Freundinnen mit auf das Konzert begleiteten, spätestens bei "Relight my Fire" mehr abgingen als die Freundinnen selber
Kleiner Konzertmitschnitt in 2 Teilen:
Dass ich mir bei "Back for good" und "Never Forget" gefühlte 10 Lungen aus dem Hals gesungen habe soll nur am Rande erwähnt sein. Insgesamt ein toller Abend in den ich ohne Erwartungen gegangen bin und mich nochmal davon überzeugt hat, das Take That allein von der musikalischen Qualität her, nicht mit irgendwelchen Standard-Pop-Boygroups zu vergleichen ist. Ich höre übrigens eigentlich andere Musik, aber Take That musste sein
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