Kleines Glossar

Wer? Wie? Was? Hier gibt's das kleine 1x1 der Blog-Begriffe!

Ist unser Glossar unvollständig? Wenn Sie noch eine Erklärung vermissen, freuen wir uns auf Ihre Benachrichtigung.


Blog (oder auch Weblog):

Der Begriff Weblog ist eine Kreuzung aus den englischen Begriffen "web" und "log" (Logbuch). Er beschreibt eine einfach gestaltete Website, die periodisch neue Artikel (sogenannte "Posts") enthält, wobei der jeweils neueste Artikel an oberster Stelle auf der Seite zu finden ist. Ältere Einträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

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Feed (oder auch Newsfeed):


Technisch gesehen ist ein Feed ein Transportmechanismus, um ausgewählte Informationen von einer Website in vereinfachter Form zu transportieren. Praktisch gesehen bleiben Sie über einen abonnierten Feed automatisch immer auf dem neuesten Stand über die Artikel im MAGIX Blog. So verpassen Sie zum Beispiel nie einen neuen Artikel in Ihrer Lieblingskategorie. Mehr Infos rund um das Abonnieren und Verwenden von Feeds gibt's hier.

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Feedreader (oder auch Aggregator):

Ein Feedreader ist sozusagen das Sammelbecken für Ihre abonnierten Feeds. Es gibt diverse Formen und Anbieter von Feedreadern.
Mal als Software für den PC, mal als (meist kostenfreier) Online Service, den Sie von überall abrufen können. Zum Teil verfügen auch Internetbrowser bereits über eingebaute Feedreader. So können Sie in Windeseile die neuesten Inhalte Ihrer Lieblings-Internetseiten auf einen Blick sehen, ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen. Natürlich können sämtliche Feeds auch jederzeit problemlos wieder abbestellt werden.

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RSS:

Abkürzung für „Really Simple Syndication“, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“. Hierunter versteht man eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website – oder Teiler davon – zu abonnieren.

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ATOM:

ATOM ist –als Weiterentwicklung von RSS– ein weiterer Standard zum plattformunabhängigen Austausch von Informationen über das Internet.

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Vergangenheitsbewältigung

Montag, 4. Februar 2008

Kürzlich habe ich mal wieder meine alten Videokassetten durchforstet, um zu sehen, was ich baldmöglichst in die digitale Welt retten sollte. Einige Aufnahmen von Mitte der Neunziger sind schon reichlich angegriffen, weil sie einfach falsch gelagert wurden. Mea culpa. Es wäre aber schade, wenn diese Videodokumente für immer verloren gingen, schließlich habe ich damals einen Großteil meiner Zeit darin investiert. Eigentlich viel zu viel Zeit, wenn ich überlege, dass ich mit Video deluxe heute vielleicht nur einen Bruchteil davon bräuchte, um dann sogar noch zu einem besseren Ergebnis zu kommen.

Ich bin noch durch die alte Schule gegangen: Kassette mit Timecode formatieren, dann in den Rekorder und mit Misch- und Schnittpult die Videoschnipsel vom Zuspieler rüberkopieren. Aufwändig und qualitätsraubend. Der Ton benötigte ein weiteres Mischpult und Titeleinblendungen oder Untertitel waren nur durch einen Amiga möglich, der als Gen-Lock fungierte. Teilweise mussten wir zu dritt am Schnittplatz sitzen: einer bereitete den Schnitt vor, einer musste sich um die Live-Tonabmischung während des Schnitts kümmern und einer die Untertitel auf dem Computer weiterklicken. Jeder Schnitt war ein Alptraum, weil ich in Echtzeit mit ansehen musste, wie die Bildqualität mit jeder Überspielung schlechter wurde. Außerdem musste der Schnittpunkt wahrlich gut überlegt sein. Zwar hatte das Pult eine Vorschaufunktion, aber war der Schnitt einmal gesetzt, gab es kein Zurück. Destruktives Videoediting! Richtig ärgerlich wurde es, wenn die Vorschau nicht dem Schnitt auf dem Masterband entsprach. Das JVC-Steuergerät erlaubte es sich hin und wieder gerne mal, es mit den In- und Out-Punkten nicht ganz so genau zu nehmen.

1996, zwei Jahre bevor ich mit digitalem Videoschnitt in Berührung kam, wurde der Schnittplatz noch um ein (damals) sehr leistungsfähiges Gerät erweitert: das Panasonic WJ-AV 55. Ein Videomischer für knapp 2000 DM mit sensationellen Fähigkeiten: Chroma-Keying und Farbkorrektur. Wahnsinn! Und nicht nur das: Endlich konnte ich mit den Wischblenden auch den 16:9-Letterbox-Effekt erzeugen, mit dem Videos auf 4:3-Fernsehern bis heute gleich viel cooler aussehen. Ich war im siebten Schnitthimmel und so habe ich zusammen mit meinem besten Freund und dem ganzen analogen Equipment das Musikvideo „Push“ zusammengeschustert. Fast eine Woche waren wir am schneiden und verzweifeln. Unzählige Male mussten wir von vorne beginnen, weil wir oder das Schnittpult das Masterband zerschossen hatte - gerade wegen der vielen Schnitte, die so ein Musikclip mit sich bringt. Von der Farbkorrektur und dem Chroma-Keying haben wir selbstverständlich exzessiv Gebrauch gemacht - war ja schließlich neu für uns. Die Band „Gravity‘s Pull“ hat sich übrigens kurz nach dem Dreh aufgelöst. Angeblich lag es aber nicht am Video...