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Weitere Informationen
Hier finden Sie Wissenswertes über die Geschichte und Technologie von Feeds sowie eine Liste der gängigsten Feedreader.

Wo kein Kläger da kein Richter

Donnerstag, 31. Januar 2008

Immer wieder fällt es mir auf, dass es Web2.0 Startups gibt, die sich in rechtlichen Graunzonen bewegen. Passieren tut zunächst wenig, da sich Juristen nicht genötigt fühlen, Rechtsbrüche zur Anklage zu bringen und außerdem das Problem insgesamt schwer auseinander zufrimeln ist. Solange das Startup kein anderes Unternehmen in irgendeiner Art und Weise Schaden zufügt, werden keine rechtlichen Schritte eingeleitet. Da Startups zumeist ein geringe Userzahl beherbergen fühlt sich keiner zuständig.

Nehmen wir das Beispiel Simfy.com , ein wie ich denke höchst interessantes Startup, das zufälligerweise ein paar Häuserbläcke neben unserem MAGIX Büro in der Friedrichstraße sitzt. Simfy ist ein kostenloser Web2.0 Dienst (mehr) der den Usern ermöglicht eigene Musik Dateien auf die Plattform zu laden und dort ortsunabhängig zu hören und  Freunden zugänglich zu machen. Ich kann also die Musikdateien meiner Simfy-Freunde mitnutzen, komplett und unbegrenz.- Downloaden ist nicht möglich . 

Ich könnte mir also theoretisch ein Album in meinem Leben kaufen, es bei simfy hochladen und dann 100.000 Freunde adden (jeder wird die Anfrage annehmen, weil er auch deine Musik hören will) und kostenlos Musik hören. Da sind doch rechtliche Streitigkeiten vorprogrammiert.



Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Simfy Gründer diese Problem einfach ausgeblendet haben. Die Idee könnte folgende sein.  Man bietet ein StartUp mit absoluten Mehrwert  an. User kommen danke viraler Verbreitung rasant schnell. Jetzt kommt es irgendwann sozusagen, "Break Even-Point" . Der Punkt an denen die Anzahl der User im SN und die damit verbundenen Möglichkeiten, die Geschäftsschädigung (durch Rechtsbrüche) für die Betroffenen (Musik-Industrie) egalisieren. Es entstehe eine Art  " Noch ein Schritt weiter und ich bring ihn um " -Situation. Rechtliche Schritte werden oft nicht mehr getätigt, viel lieber freundet man sich mit "Feind" an, um in eine "Win-Win-Situation" zu wechseln. 

Es gibt also meiner Meinung nach , sehr wohl die Möglichkeit mit völlig abstrusen und risikoreichen Startups loszulegen, die schon beim ersten Blick jedem Rechtsanwalt die Nackenhaare zu Berge stehen lassen, um dann mit der Flucht nach vorne den benannten Punkt zu überschreiten. Denn wo kein Kläger da kein Richter.

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