Wie abonniere ich einen Feed?

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Weitere Informationen
Hier finden Sie Wissenswertes über die Geschichte und Technologie von Feeds sowie eine Liste der gängigsten Feedreader.

Bündnis gegen Urheberrechtsverletzungen - ohne Google

Freitag, 19. Oktober 2007

Mehrere US-Konzerne, darunter Viacom, Disney, Microsoft und myspace.com haben heute gemeinsame Richtlinien zum Umgang mit nutzergenerierten Inhalten verabschiedet.

Damit wollen sie gegen Urheberrechtsverstöße vorgehen, die Anwender durch die unkontrollierte Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Inhalten im Internet begehen. Während sich die beteiligten Internetunternehmen verpflichten, wirksame Filter gegen die Verwendung proprietärer Inhalte einzusetzen, verpflichten sich die Medienunternehmen im Gegenzug, auf Klagen zu verzichten, sofern dennoch geschütztes Material im Netz auftauchen sollte.

Google hatte erst am Dienstag ein Filtersystem zur Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen vorgestellt. Obwohl der Konzern mit YouTube das derzeit größte Internetportal für nutzergenerierte Inhalte betreibt, gehört er nicht zu den unterzeichnenden Unternehmen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal habe Google allerdings sehr wohl mit den anderen Beteiligten über einen Beitritt verhandelt.

Über den Grund, warum Google trotz eines bereits vorhandenen Filtersystems außen vor blieb, lässt sich nur spekulieren. So besteht die Möglichkeit, dass das Vertrauen in das von Google verwendete Schutzprogramm nicht groß genug war. Vielleicht sahen die Rechteinhaber auch lukrative Klagen gegen Google gefährdet, hätte man heute dem YouTube-Betreiber einen zukünftigen Klageverzicht zugesichert. Derzeit führt der Vermarkter für Online-Werbung mit Viacom einen Rechtsstreit über 1 Mrd. US$ wegen Urheberrechtsverletzungen auf seinem Videoportal. Mit NBS Universal und CBS, die heute beide ebenfalls die Richtlinien verabschiedet haben, hatte Google hingegen bereits Lizenzierungsabkommen geschlossen.

Sollen Portale wie myspace oder YouTube in Zukunft aber weiterhin solche Publikumsmagneten bleiben, können deren Betreiber auf die geschützten Inhalte nicht verzichten. Sicherlich ist das ein oder andere Privatvideo auch mal ganz nett anzusehen. Attraktiv ist YouTube für mich
aber, weil ich dort jedes Musikvideo, jeden Trailer und jeden TV-Ausschnitt sehen kann. Und zwar immer genau wann ich will.  Wenn Filtersysteme dies in Zukunft verhindern, werden die Betreiber die entsprechenden Inhalte lizenzieren müssen, oder die Nutzer werden abwandern.