Kleines Glossar

Wer? Wie? Was? Hier gibt's das kleine 1x1 der Blog-Begriffe!

Ist unser Glossar unvollständig? Wenn Sie noch eine Erklärung vermissen, freuen wir uns auf Ihre Benachrichtigung.


Blog (oder auch Weblog):

Der Begriff Weblog ist eine Kreuzung aus den englischen Begriffen "web" und "log" (Logbuch). Er beschreibt eine einfach gestaltete Website, die periodisch neue Artikel (sogenannte "Posts") enthält, wobei der jeweils neueste Artikel an oberster Stelle auf der Seite zu finden ist. Ältere Einträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

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Feed (oder auch Newsfeed):


Technisch gesehen ist ein Feed ein Transportmechanismus, um ausgewählte Informationen von einer Website in vereinfachter Form zu transportieren. Praktisch gesehen bleiben Sie über einen abonnierten Feed automatisch immer auf dem neuesten Stand über die Artikel im MAGIX Blog. So verpassen Sie zum Beispiel nie einen neuen Artikel in Ihrer Lieblingskategorie. Mehr Infos rund um das Abonnieren und Verwenden von Feeds gibt's hier.

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Feedreader (oder auch Aggregator):

Ein Feedreader ist sozusagen das Sammelbecken für Ihre abonnierten Feeds. Es gibt diverse Formen und Anbieter von Feedreadern.
Mal als Software für den PC, mal als (meist kostenfreier) Online Service, den Sie von überall abrufen können. Zum Teil verfügen auch Internetbrowser bereits über eingebaute Feedreader. So können Sie in Windeseile die neuesten Inhalte Ihrer Lieblings-Internetseiten auf einen Blick sehen, ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen. Natürlich können sämtliche Feeds auch jederzeit problemlos wieder abbestellt werden.

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RSS:

Abkürzung für „Really Simple Syndication“, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“. Hierunter versteht man eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website – oder Teiler davon – zu abonnieren.

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ATOM:

ATOM ist –als Weiterentwicklung von RSS– ein weiterer Standard zum plattformunabhängigen Austausch von Informationen über das Internet.

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Software as a service: Das Ende von Microsoft Windows und Co.? Teil 1

Montag, 8. Oktober 2007

Hi,

jetzt bin ich also an der Reihe mich vorzustellen: Mein Name ist Philipp Päuser, ich bin 32 Jahre alt und jetzt seit ca. 3 ½ Jahren bei MAGIX. Nach dem Börsengang des Unternehmens im April letzten Jahres habe ich den Bereich der Finanzkommunikation übernommen. Meine Aufgabe ist es also, Aktionäre und Journalisten mit Informationen über unser Unternehmen zu versorgen. Davor war ich zwei Jahre als Justiziar bei MAGIX angestellt und neben meiner jetzigen Tätigkeit dort bin ich auch heute noch als selbständiger Rechtsanwalt tätig. Aber keine Sorge, ich möchte an dieser Stelle nicht als Paragraphenreiter auftreten oder mit drögem Zahlenwerk um mich werfen. Vielmehr soll es darum gehen, die wirtschaftlichen und rechtlichen Hintergründe meiner Arbeit einzubinden, wenn ich die Entwicklungen im Bereich Software und Multimedia kommentiere.



Und damit will ich dann auch gleich mal loslegen:

Software as a service: Das Ende von Microsoft Windows und Co.? Teil 1


Im Handelsblatt habe ich einen interessanten Beitrag mit dem Titel „Newcomer legen sich mit Microsoft an“ gelesen. Er dreht sich um den Einstieg von Microsoft-Konkurrenten in den Markt für Textverarbeitung. Dabei kommen immer mehr so genannte „software as a service“-Lösungen (Saas) zum Zuge. Hierbei handelt es sich um internetbasierte Anwendungen, die über jeden Internetbrowser verwendet werden können, ohne das dafür eine zusätzliche Software installiert werden müsste.

Es verwundert daher kaum, dass es sich bei den genannten Konkurrenten unter anderem um Adobe und Google handelt. Adobe hat im Internet den pdf-Standard durchgesetzt hat und ist außerdem Inhaber der „Flash“-Technologie, dem Quasi-Standard für das dynamische Internet. Google macht durch immer neue, spektakuläre Unternehmenskäufe als mittlerweile wohl größter Internetkonzern der Welt von sich reden.

Wie der Autor Axel Postinett richtig feststellt, der übrigens auch einen interessanten Blog beim Handelsblatt betreibt, geht es bei den Bemühungen dieser Unternehmen allerdings nicht vornehmlich darum, die xte Variante einer Textverarbeitung auf den Markt zu bringen. Statt dessen sollen hier die Reviere abgesteckt werden, um über die viel zitierte kritische Masse von Nutzern einen neuen Standard für Saas-Lösungen zu etablieren. Der Autor nennt dies den Standard für die „Software des Web 3.0“.

In einer Welt in der alle wichtigen Software-Anwendungen über das Internet durchgeführt werden können, ist ein stationäres Betriebssystem wie Microsoft Windows für den Otto Normalverbraucher praktisch überflüssig. Alles was man benötigt, ist ein internetfähiges Endgerät. Auch wenn das für einige noch wie ferne Zukunftsmusik klingen mag, ist es eigentlich schon Realität. So bietet MAGIX neben anderen mit myGOYA bereits heute einen kostenlosen Online-Desktop an, der praktisch alle wichtigen Office- und Multimedia-Anwendungen ausschließlich über das Internet nutzbar macht. Lediglich die Geschwindigkeit der Internetverbindung führt derartige Systeme heute noch an ihre Grenzen.

Könnte diese Entwicklung also das Ende der Vorherrschaft von Microsoft bedeuten?

Erschien dieser Gedanke vor zwei bis drei Jahren noch absurd, lassen die technischen Entwicklungen heute solche Schlussfolgerungen durchaus plausibel erscheinen. Auch ohne die Veränderungen im Bereich der Web-basierten Anwendungen stehen heute hervorragende Alternativen zu Microsoft-Produkten zur Verfügung. So nutzt MAGIX bspw. firmenintern bereits seit einiger Zeit die Software der deutschen OpenOffice.org für sämtliche der so genannten Office-Anwendungen und lizenziert nur noch punktuell das Microsoft-Paket. Das zeigt, dass bereits jetzt unentgeltliche und vor allem für den Geschäftsalltag taugliche Alternativen zu MS Office existieren.

Zumindest wird in absehbarer Zeit mit dem Verkauf von Office-Anwendungen und Betriebssystemen allein kein Großkonzern mehr zu finanzieren sein. Das weiß auch Microsoft und startet deswegen Projekte wie Silverlight, Zune oder die Xbox. Es bleibt abzuwarten, wie gut es Microsoft gelingen wird, sich in diesen für das Unternehmen eigentlich fremden Geschäftsfeldern zu behaupten und sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.