Bloggen ist anders

Freitag, 25. Januar 2008

Hier und da wird seit kurzem über das Verhalten mancher Blogger hergezogen. Blogger überschätzen sich selbst , Blogger bloggen mit Scheuklappen, Blogger schweigen zu wichtigen Themen (Börsencrash).

Ich kann diese Diskussion bzw. den Deiskussionsansatz nicht verstehen. Da regt sich itha darüber auf, dass keiner der wie die großen deutschen Blogger über  die letzten Geschehnisse an der Börsen berichteten. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Qualität sei zu hoch.

Ich dachte beim Bloggen geht es darum alternativen Journalismus zu erschaffen, Themen differenziert zu beleuchten. Alternativer Journalismus heißt, sich mit anderen Themen auseinandezusetzten und vor allem anders auseinanderzusetzten, als das die Main-Stream-Medien tun. Die Themen-Auswahl ist dabei vollkommen selbstbestimmt und wenn die Blogosphäre keine Lust hatte über den DAX-Absturz zu berichten, dann ist das halt so. Ich glaube auch nicht, dass irgendein Blogger in Deutschland zu diesem Thema hätte mehr beitragen können als jedes x-beliebige Online Magazin zu diese Thema abliefert. Denn ich persönlich kennen keinen bloggenden Bankenchef. 

Blogger haben keine direkten Verpflichtungen jemanden gegenüber. Sie sind nicht öffentlich rechtlich ( Ich bezweifele, dass es Menschen gibt, die sich nur durch Blogs informieren) und berichten natürlich nur ihre eigenen Interessen, Meinungen und Erfahrungen, genauso wie dies alle privaten Medien tun.

Wäre es nicht sinnvoller sich darüber aufzuregen, dass Private-Medien mit ihrem "Qualitätsjournalimus" nicht viel wichtigere Themen behandeln, als das DJ Tomekk aus dem Djungelcamp fliegt etc.? ( Stefan Niggemeier passend dazu )

Ich könnte jetzt genauso gut anfangen zu kritisieren, dass Robert Basic nicht über berühmte Marsmännchen bloggt....soviel dazu.

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