Web2.0 - Mein Ein und Alles

Mittwoch, 6. Februar 2008

Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber  durch die Namensgebung, der meisten Web2.0 - Startups scheint sich ein roter Faden zu ziehen. Komischerweise steht dieser im Widerspruch mit der eigentlich Definition des Web2.0 .  Denn Web2.0 steht nach meiner Aufassung für  Kollaboration, Austausch und Vernentzung. 70% der Web2.0 Seiten, beherbergen aber EIN bestimmtes Wort in ihrer Namensgebung, welches diesen Sinn eigentlich gar nicht so wirklich wiedergibt.

Ihr werdet es euch schon denken, ich spreche über das Wort  "My" - "My" wie "MySpace" , "MyNesto", "MyAsk", "MyMiniCity", "myPeak", "MyGoya" ;-), "myCarMovie", "myRSS", "myfamily", "myTeamCaptain", "myPeopls", "myMapChat", "myCat", "Myxer" "myFootballClub" , usw. ich könnte die Liste ins unendliche weiterführen. (ihr sicher auch,   einfach bei http://www.web2null.de/ , nach dem Begriff  "my" suchen ;-) )



Jetzt frage ich mich doch ernsthaft, ob dieser Widerspruch einen marketingtechnischen Sinn hat, oder ob MySpace tatsächlich  die Namensgebung einiger Startups beinflusst hat und sich im späteren Verlauf des Web2.0eine Art Gruppenzwang ergeben hat. 

Um so länger ich  aber darüber nachdenke, sehe ich persönlich das "My" als die genau richtige Formulierung für die breite Masse. Der Mensch ist Egoist durch und durch, das haben schon so einige Wissenschaftler herausgefunden. Ein "Meins" spricht Meschen wohl eher an als ein "Unser" - ich persönlich kenne wenig bis garkeinen Web2.0 Service das den Begriff  "Our" benutzt hat. Die letztendliche Vernetzung passiert ja schließlich auch der egoistischen Gründe wegen. Es wird zwar ein "Gemeinsam sind wir stark" geprädigt aber ein  "umso mehr Leute , umso größer ist mein Vorteil (welches es auch sein mag) " praktiziert. 

"OurPlaces",  "ourFootballClub" und "ourRss" wären wohl Flops geworden... Was meint ihr ?

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Thank you for smoking - Das Rauchverbot ab 1.Januar

Freitag, 9. November 2007

Wie es sicherlich bereits einige von euch mitbekomme haben, tritt am 1.Janaur 2008 das Rauchverbot an alle öffentlichen Orten in Kraft. Dazu zählen Bahnhöfe, Ämter, Schulen, Restaurants, Bars, Gaststätten und sogar Diskotheken.

Ich stelle mir seit je her die Frage wie sich dieses, doch einschneidende, Gesetz  die Gesellschaft verändert? Wie werden die Leute reagieren? Wie werden Sie dem Verbot ausweichen? Wrden oft Bußgelder verhängt? Gibt's krasse Abwehrhaltungen? Oder geht alles reibungslos von dannen?

Ich als Nichtraucher muss gestehen, dass ich zunächst fast schon ein wenig traurig war. Niemals mehr dieser absolut ekelhafte "Blaue Dunst" ,der den ein oder anderen Café-Besuch zu Hölle machte. Nie mehr darf ich mich als Spielverderber auftun und die Leute darauf hinweisen wie schlecht doch das Rauchen ist und das sie besser aufhören sollten. Nie mehr werden meine Klamotten nach einer durchzechten Club-Nacht  in Nikotin getränkt sein. Das kann doch alles nicht war sein, ich werde doch nicht wirklich ab dem 1. Januar mit dem Passiv-Rauchen aufhören!?!...Ich glaub ich bin süchtig!

Zum Glück habe ich ja noch eine Schonfrist bis zum 1.Juli, denn erst dann wird das Rauchen per Bußgeld geahndet. Ohne Bußgeld kein Grund zu handeln. Ich hoffe mal, dass meine Freunde die Kettenraucher , das auch so sehen und ihren Egotrip weiterführen. So kann ich weiterhin mitrauchen und meiner unterdrückten Leidenschaft unbemerkt weiterfröhnen.




Jetzt aber mal im Ernst. Ist das Rauchen wirklich schon so in unsere "Kultur" integriert, dass selbst Nichtraucher es vermissen werden?. Als Nichtraucher schien man bis Weilen ein fast "unnormaler" Mensch zu sein, der stetig einem gesellschaftlichen Gruppenzwang unterworfen war. Dieses jahrelange Auskommen mit dem Gift-Qualm hat sicherlich in vielen Menschen  die Abwehrhaltung gebrochen (nicht bei jedem). Sie  haben sich damit arrangiert und um sich nicht stetig weiterzuärgern, es einfach als festen Bestandteil der "Ausgeh-Kultur " akzeptiert. Ich glaube hier sogar eine Art angelernten Altruismus zu erkennen.

Am 1.Januar wendet sich das Blatt. Die Raucher werden wohl oder übel , auch wenn sie wahrscheinlich ersteinmal nicht zugeben werden, mit dem Gedanken spielen das Rauchen aufzuhören ( Da eignet sich Sylvester hervorragend ). Sie werden das erste Mal merken, dass die Augen jetzt mehr aus sie gerichtet werden. Nicht der Nichtraucher wird sich unwohl fühlen, sonder ein Raucher wird auffallen ( Definition Raucher in Wikipedia an 1.Juli 2008 : " Raucher sind Menschen die in öffentlichen Räumen Bußgeld bezahlen !" ) Ich bin daher der festen Überzeugung, dass nach dem einem ersten kleinen  Aufbäumen der "Ketten-Raucherschaft ",  viele Raucher erkennen werden, dass man nicht mit Kippe im Mund geboren wurde und es auch ohne verqualmte Kneipe funktioniert und lustig sein kann. Ein Bier kann auch ohne Nikotinablagerungen schmecken und die Lichteffekte im Club klappen auch mit Nebelwerfern. Das Rauchen wird an Reiz verlieren, das Herz der psychischen Abhängigkeit wird entrissen.

Aber wonach beurteilen wir jetzt Menschen? Die Stereotypen die die Tabakindustrie so schön in unsere Hirne gepflanzt hat, fallen weg. Man kann nicht soeben zwischen dem coolen "Luky Strike Raucher" und dem  entspannten Freigeist "Guloise Raucher" unterscheiden. Wir müssen uns doch jetzt nicht tatsächlich ein eigenes Bild von den Leuten machen oder? Ich hoffe einfach, dass die "Salzigkeiten-Industrie" die Chance ihres Lebens ergreift und bereits Salzstangen in verschiedenen Verpackung konzipiert hat und pünktlich Metaebenen-Werbespots mit unerhörten starken Werbedruck schaltet.

Und wenn die Raucher doch hartnäckiger sind als ich vermute, dann können sie ja dank Erderwärmung bald ganzjährig ohne Probleme vor die Tür gehen und wir dummen Nichtraucher sitzen plötzlich alleine am Tisch ! - Danke für nichts ;-) !