leer, grün, bayerisch - CeBIT-Nachlese

Montag, 9. März 2009



Zum Abschluss der dreiteiligen CeBIT-Reihe wird noch ein abschließender Eintrag draufgelegt.


Noch nie war es auf der CeBIT so gemütlich wie heute. In der U-Bahn bekam ich zur Rushhour sogar einen Sitzplatz. Mit dem Auto ging es recht zügig und ohne Behinderung zum Messegelände. Ein bisschen deprimierend sah es manchmal schon aus. Große Teile der Hallen waren abgesperrt und auch das beliebte Panoramarestaurant im Messeturm hatte aus "technischen Gründen" geschlossen.



Egal ob voll oder leer - interessante Eindrücke gab es auf jeden Fall. So auch in der Halle, die unter dem Motto "green IT" stand.

Dass Computer und alles, was damit zu tun hat, für einen hohen Rohstoffverbrauch sowie Müll sorgen, ist bekannt. Ein jeder, der seinen alten Rechner entsorgen möchte, weiß ein Lied davon zu singen. Auf dieses Problem machte der Bereich "green IT" der CeBIT aufmerksam und versuchte Lösungen darzustellen. Dazu mehr im Video:

Bekanntlich ist die CeBIT eine Messe mit Gästen aus aller Welt. Ob der Besucher aus Fernost allerdings versteht, dass er in Norddeutschland ist, wo die Leute nicht unbedingt in der Krachledernen herumlaufen, wage ich zu bezweifeln. Dazu findet sich zuviel Bayerisches in und bei den Messehallen. OK - die Blasmusik (aus urheberlichen Gründen habe ich Lizenzfreies aus dem MAGIX Urlaubspaket genommen) war an der Vertretung des Landes Bayern zu tun. Der große bayerische Löwe und das große Brauereihaus jedoch gewiss nicht. - Siehe Video......

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Tweet Tweet oder im Dschungel der Digital Natives

Freitag, 6. März 2009



Heute berichtet Ulrich Hepp von Showmastern 2.0 und "zwitschernden" Königinnen, direkt aus der Messestadt Hannover - Teil 3 unserer CeBIT Reihe

Die Stars des Web 2.0 sollte ich in der WEBciety kennen lernen. Rob Vegas und Martina Pickhardt sind nicht „bekannt aus Film und Fernsehen", sondern erarbeiteten sich ihren Ruhm über das Internet. Rob Vegas als „Showmaster 2.0", wie er sich selbst bezeichnet, und Pickhardt als Twitter-Queen. Rob, der auf sevenload die Mindtime Show, eine Art Late Night Show, moderiert, interviewte die Twitter-Königin, die ein besonders großes Gefolge, also zahlreiche „Followers" ihr eigen nennen konnte. 



Martina Pickhardt, eine Frau um die 30 schafft es also, durch ihre auf die SMS-Größe von 140 Zeichen beschränkten Beiträge über das, was sie gerade macht, Menschen zu begeistern. Sie selbst hat aber auch analoge Freunde, wie sie betont. Die Twitter-Königin spricht zwar nicht „vom zweifelhaften Wert digitaler Beziehungen", wie es in seiner aktuellen Ausgabe der „Spiegel" macht. Sie scheint dennoch etwas Web 2.0 müde zu sein, denn das ganze Twittern (übrigens Englisch für „Zwitschern") koste doch ganz schön viel Zeit, ebenso die Lektüre von Einträgen à la „ich öffne die Haustür und betrete die kritische Masse". 

Rob Vegas, etwas jünger und durchaus als „digital native"( also jemand, der mit dem Internet in der Muttermilch aufgewachsen ist) weiß die Bedeutung von Twitter und Internet-TV auch durchaus kritisch einzuschätzen. Das bestätigte er auch noch in einem späteren persönlichen Gespräch im CeBIT-Café mit dem klangvollen Namen „Lord Nelson". Die Anzahl der aktiven Twitter-User sei derzeit noch mit einer Kleinstadt vergleichbar, die kritische Masse noch nicht erreicht. Internet-TV sei zwar groß im Sinne von originell, jedoch nicht vergleichbar mit großen TV-Produktionen. Derzeit erhalten noch „echte" TV-Beiträge der klassischen Sender, die fürs Internet gestreamt werden, die höchsten Klickraten. Für Internetproduktionen werde längst nicht so viel Geld in die Hand genommen wie für große Samstagabend–Shows. Dennoch kann sich Rob Vegas nicht beklagen: 4 Millionen Leute schauen sich schon seine Sendung im Internet an, Tendenz steigend. 

Und hier nun das dogma-wackelige Video auf dem Weg zu Rob Vegas' Talk. Man beachte am Anfang wieder die Dalli-Dalli-Waben....

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Sie sind der Meinung, das war spitze? Dann aber Dalli Dalli in die WEBciety

Donnerstag, 5. März 2009



In unserer kleinen, dreiteiligen Serie berichtet Ulrich Hepp direkt aus Hannover - in Teil 2 geht es um das Messe-Motto: WebCiety


Was ist eine CeBIT-Neuheit? Auf diese Frage erntete ich von meinen Pressekontakten Achselzucken – egal, ob CHIP, c’t, Computerbild oder PC-Praxis. Auf das CeBIT-Thema brachte mich unsere Kanzlerin, die in ihrer Eröffnungsrede die DSL’isierung der Gesellschaft forderte. Wie sieht sie aber aus, die vom Web geprägte Gesellschaft – die „WEBciety“? Antworten darauf versucht der gleichnamige Bereich in Halle 6 zu liefern. Im fröhlichen Wabendesign (siehe Bild), die an die 70er-Show Dalli Dalli erinnern, weist das Banner auf ebenso geformte Stände. 



Ein Bestandteil der WEBciety (ist übrigens eine Wortschöpfung aus web und society) scheint Nichtanwesenheit zu sein – per Beamer stand groß an einem Stand: „Wir haben mehr Aufträge als erwartet. Deshalb ist leider keiner persönlich hier. Nutzen sie doch einfach unsere Hotline zum Geschäftsführer.“ Darunter lag ein altes Handy, wohl noch aus den Neunzigern stammend – voll retro. Ein weiterer Bestandteil ist Optimismus. Das vermittelt jedenfalls teilweise die Namen der vertretenen Firmen, wie beispielsweise die „Hallo Welt! GmbH“. Doch richtige Infos zum Thema erhielt ich nicht, deshalb ging es weiter zum Info-Counter. Doch hier war mit „Info“ wohl nicht die Information für den Messegast, sondern über selbigen gemeint. Daher stellte ich mich freundlich für eine Besucherumfrage zum Stand zur Verfügung. Den eigentlich interessanten Teil, eine Talkshow zum Thema sollte ich danach kennen lernen. Doch dazu mehr morgen.

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I’ll be back – Angie trifft Arnie auf der CeBIT 2009

Mittwoch, 4. März 2009



Direkt von der Messe aus Hannover berichtet unserer MAGIX-Man, Ulrich Hepp

„I’ll be back“ - dieser Satz war natürlich heute wieder in allen Schlagzeilen zu finden, die etwas mit der CeBIT zu tun haben. Kein Wunder, denn der prominenteste Gast der diesjährigen Computermesse ist Arnold Schwarzenegger.  Weniger prominent, dafür mit MAGIX-speziellen Infos bin ich für Euch auf dem Messegelände unterwegs und werde von meinen persönlichen Eindrücken berichten. Und dazu gehört auch „Arnie“, der mir entgegengrinste, gemeinsam mit Bundeskanzlerin „Angie“. In der örtlichen Zeitung stand dazu: „Der Gouverneur von Kalifornien und ehemalige Bodybuilder stemmt den ersten CeBIT-Tag“. "Back from the Wortspielhölle" erhielt ich von meiner guten Freundin, bei der ich als „Messegast“ untergekommen bin, die Info, dass Schwarzenegger als offizieller Vertreter des Partnerlandes Kalifornien hier vertreten ist.  

Wusstet Ihr, dass auch MAGIX mal ein Office in Kalifornien, direkt in L.A. hatte? Besser arbeiten und leben, versichern unsere kürzliche umgezogenen Kollegen, lässt es sich in Toronto / Kanada – Ihr kennt ja bereits die Einträge von Georg, der das Land gerade erkundet. Jedenfalls bin ich gespannt auf die „Messeneuheit“. Ich werde dazu auch mal die Journalisten befragen, die ich während der drei Tage, die ich auf der Messe weile, treffen werde. Letztes Jahr war das ja ein grüner Roboter, der so aussah wie der Lurch aus dem Schuhgeschäft. 

Zuvor aber noch ein paar Impressionen von der Anreise mit Maschsee und neuem Rathaus, die erkennen lassen, dass Hannover nicht nur aus Messe und Beton besteht (siehe Video, unten).Vielmehr finden sich so einige schöne Altbauviertel, mit ebensolchen Wohnungen, wie sie auch der Berliner an sich zu schätzen weiß. 



Weitere Bilder vom Messegelände findet ihr unter "Kompletten Artikel anzeigen" ...


Kompletten Artikel anzeigen...

CeBIT - Kevin Turner Herr der Floskeln

Donnerstag, 6. März 2008

Alles in allem war der CeBIT-Besuch dieses Jahr mehr als ernüchternd. Das einzige was ich aus der weltgrößten computerfachmesse mitnehme sind zwei Radiergummis und eine dicke Erkältung - Danke für nichts ! 

Das erste was an meine CeBITS-Besuchstag unternahm, war mein Namensschild für die Global Confereneces abzuholen, um mir den, als Special Guest angekündigten, COO von MIcrosoft Kevin Turner  anzuhören. Nach erledigter Bürokratie musste ich auch direkt in den Hör-Saal, wo ich mich zunächst mit einem Funk-Überzetzungkopfhörer rüstete. Nach einer nicht uninteressanten Diskussion über  "Globale Bedrohungen und deren Auswirkungen auf ITK", an der unter anderem Ramu Damodaran (Mitglied der Vereinten Nationen ), Karl-Heinz Streibich (CEO der Software AG) und Richard Oosterom ( Managing Director der COLT Telecom GmbH) teilnahmen, wurde von der Moderatoring ganz aufgeregt Kevin Turner, mit leichter Verspätung, auf die Bühne geholt. 

Kevin Tuner sollte in seiner Präsentation aufzeigen, wie Microsoft die weltweiten Trends in der Entwicklung von Unternehmen und Informationstechnik interpretiert. Desweiteren sollte er darstellen was für Microsofts Trends, in der heutigen und zukünftigen Innovation, sind. Was bei mir aber ankam, war ein schlecht vorgetragenes (Erinnerungen an meine Schulzeiten blitzten auf) Referat, in dem er 5 ausgedruckte DIN A4 Blätter auf sein Pult ablegte und began diese vorzulesen. Dabei schaute er gefühlte 4 Mal ins Publikum - Ich war faziniert !  Zwischendurch gab es dann noch die üblichen Ami-Floskeln " I like Germany very much, I think the CeBIT in Hannover is very important, its amazing " und gefakte Anekdoten aus seiner Familie, mit Hilfe derer er bestimmte Stories versuchte  zu vermitteln. So speichert die Turner Familie angeblich sämtliche Kalendertermine aller Familienmitglieder in einem zentralen Kalender, der von überall auf der Welt erreichbar ist. So weiß der gute Herr Turner mit seinem Windows Mobile Device natürlich immer, wenn sein Sohn einen wichtigen sportlichen Wettkampf hat oder seine Tochter eine Klausur schreibt. Zudem ist es ihm möglich, noch bevor sein Sohn von der Schule kommt, die Note seiner Klausuren zu erfahren. Dass das nur funktioniert, da Microsoft zufällig die Schule des Sohnes sponsort, glaube ich nicht . Ich glaube aber auch nicht, dass der Sohn jemals ein Problem mit Noten auf dieser Schule haben wird. 

Das war auch mit das einzige was bei mir an diesem Vortrag hängegeblieben ist, vielleicht noch das Wort "Virtualization", das Keywort bezüglich zukünftige IT-Trends, nach Turner. Es gab da so einen schönen Satz: "Virtualization will be a key technology that saves data centers and CIOs a tremendous amount of money and resources". 



Das Turner es perfekt beherscht, wie Politiker, geschickt um unbequeme Fragen zu navigieren, zeigte er in der darauffolgenden, sehr kurzen, Diskussionsrunde. Beide Fragen aus der Zuhörerschaft, waren wohl eher unbequem ;-) Einer der Fragen kam von einem Arzt aus Bangladesch, einem der wohl ärmsten Länder der Welt. Er fragte Turner, wann Microsoft endlich Lösungen dafür liefern würde, die es möglich machen, Krankenakten von jedem kleinen Dorf in Bangladesch aus zentral zugänglich zu machen und dabei nur geringe Bandbreiten benötigen. Des weiteren fragte er Turner warum bitteschön, des Preis für ein Office Paket in Bangladesch der selbe sei, wie in den USA - Turner solle sich nicht über die Software-Piraterie beschweren. 

Diese beiden Fragen beantwortete Turner zusammengefasst folgendermaßen: Wir bieten bereits Lösungen mit geringer Bandbreite an, sehen sie z.B mein Windows Mobile Device, damit kann ich [.....] aber es ist ein sehr wichtiges Thema das sie ansprechen,wir werden und darum kümmern (Übersetzt: Ich hab keine Ahnung was du von mir willst und es interessiert mich auch nicht! ) und bezüglich des Preises für Office muss ich sagen, dass es unsere Erfahrung ist, dass Piraterie nicht mit dem Preis zusammenhängt. Sie bleibt konstant auch wenn der Preis gering ist. ( Übersetzt: Was weiß ich, was Office in Bangladesh kostet - is mir auch egal, das wir dort eh kein Geld verdienen können ! )

Wer sich das ganze nochmal anschauen möchte, klickt bitte einfach hier

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