Kleines Glossar

Wer? Wie? Was? Hier gibt's das kleine 1x1 der Blog-Begriffe!

Ist unser Glossar unvollständig? Wenn Sie noch eine Erklärung vermissen, freuen wir uns auf Ihre Benachrichtigung.


Blog (oder auch Weblog):

Der Begriff Weblog ist eine Kreuzung aus den englischen Begriffen "web" und "log" (Logbuch). Er beschreibt eine einfach gestaltete Website, die periodisch neue Artikel (sogenannte "Posts") enthält, wobei der jeweils neueste Artikel an oberster Stelle auf der Seite zu finden ist. Ältere Einträge folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

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Feed (oder auch Newsfeed):

Technisch gesehen ist ein Feed ein Transportmechanismus, um ausgewählte Informationen von einer Website in vereinfachter Form zu transportieren. Praktisch gesehen bleiben Sie über einen abonnierten Feed automatisch immer auf dem neuesten Stand über die Artikel im MAGIX Blog. So verpassen Sie zum Beispiel nie einen neuen Artikel in Ihrer Lieblingskategorie. Mehr Infos rund um das Abonnieren und Verwenden von Feeds gibt's hier.

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Feedreader (oder auch Aggregator):

Ein Feedreader ist sozusagen das Sammelbecken für Ihre abonnierten Feeds. Es gibt diverse Formen und Anbieter von Feedreadern.
Mal als Software für den PC, mal als (meist kostenfreier) Online Service, den Sie von überall abrufen können. Zum Teil verfügen auch Internetbrowser bereits über eingebaute Feedreader. So können Sie in Windeseile die neuesten Inhalte Ihrer Lieblings-Internetseiten auf einen Blick sehen, ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen. Natürlich können sämtliche Feeds auch jederzeit problemlos wieder abbestellt werden.

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RSS:

Abkürzung für „Really Simple Syndication“, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“. Hierunter versteht man eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Website – oder Teiler davon – zu abonnieren.

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ATOM:

ATOM ist –als Weiterentwicklung von RSS– ein weiterer Standard zum plattformunabhängigen Austausch von Informationen über das Internet.

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Es kommt nicht immer auf die Länge an

Montag, 14. April 2008

Ich hab vor einiger Zeit eine Studie gelesen, nach der nur etwas mehr als ein Zehntel aller Camcorder-Besitzer ein Videoschnittprogramm verwenden. Zunächst glaubte ich an einen Druckfehler. Kann das denn sein? Schauen sich knapp 90 Prozent ihre Filme ungeschnitten an und zeigen sie so ihren Freunden und Bekannten? Für mich als Videofilmer eine Gruselvorstellung.

Ich halte mich technisch für recht versiert und es gelingen mir - bei aller Bescheidenheit - öfters mal sehr spannende Kameraaufnahmen. Trotzdem würde ich mich nicht trauen, das unbearbeitete Material vom Camcorder aus einem größeren Publikum als mir selbst zu zeigen. Schließlich probiert man Einstellungen aus, entdeckt Motive mit dem Sucher und verwirft sich gleich darauf wieder - oder hat aus Versehen die Kamera laufen lassen, während man sie ausgeschaltet zu haben geglaubt hatte. Das will ich meinen Zuschauern beim besten Willen nicht zumuten. Es wäre mir peinlich, weil sich die Leute an die Patzer genauso oder vielleicht sogar besser erinnern werden wie an die gelungenen Szenen. Ganz abgesehen von der Länge.

Kein Mensch auf dieser Welt ohne masochistische Neigungen möchte eine Hochzeit über acht Kassetten verteilt in Echtzeit noch einmal erleben. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass das auch für das Brautpaar selbst gilt. Wie öde muss das dann erst für außenstehende Zuschauer sein? Es sind ja nicht nur die schon fast sprichwörtlichen Dia-Abende, denen jede Kurzweil nach mehreren Stunden abhanden geht, sondern eben auch Videofilme. Bei professionellen Produktionen rechnet man mit einem Längenverhältnis (finaler Film/Rohmaterial) je nach Genre von bis zu 1:10. Liefe also eine ansonsten 45-minütige Reportage ungeschnitten, dürfte sich der geneigte Zuschauer auf bis zu 7,5 Stunden feinstes Rohmaterial freuen - ohne Kommentar, ohne Musik, ohne Dramaturgie, ohne Ende. Wer will das sehen? Richtig: keiner. Gleiches gilt für Heimvideos.

Die schönsten Videoerinnerungen aus dem Urlaub sollten nicht länger als 20-30 Minuten dauern. Dann macht es Spaß zuzugucken - aber das klappt eben nur selten ohne Videoschnitt. Mein Appell alle, die ihren Camcorder direkt an den Fernseher anschließen: Habt ein Herz für eure Freunde und Bekannten: Bitte langweilt sie nicht weiter. Es geht auch anders.

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Schlechter Ton - schlechtes Video

Donnerstag, 1. November 2007

Aus gegebenem Anlass möchte ich ein paar Worte zu der Wichtigkeit von Ton in Videofilmen verlieren. Gestern erst musste ich ein Hochzeitsvideo über mich ergehen lassen, wo man außer Rauschen, Geschepper und zu leise aufgenommener Festtagsrede eigentlich nur die Hintergrundmusik erkannt hat. Die Kameraführung und der Schnitt waren in Ordnung, der Rest eine Tortour für Ohren und Nerven...





Ein Blick auf die Einsteigermodelle der großen Kamerahersteller beweist es. Aus Design- oder Platzgründen werden die eingebauten Mikrofone in der Oberseite des Gehäuses versenkt. Zu Recht fragt man sich, wie so eine überzeugende Audioaufnahme gelingen soll - wohlmöglich sogar in 5.1-Surroundsound. Die eingebauten Mikrofone reichen in den seltensten Fällen aus, um dem hohen Standard der digitalen Aufzeichnungstechnik gerecht zu werden. Sie enttäuschen durch äußerst bescheidene Qualität und bannen zudem auch mehr oder weniger starke Zoom- und Laufwerksgeräusche mit aufs Band. Das ist offensichtlich der Preis, den man für immer kleiner werdende Camcorder bezahlen muss. SD-Camcorder sind übrigens nur vermeindlich leiser: Viele haben einen Lüfter eingebaut. Ganz ohne Motor scheinen selbst die fortschrittlichsten Geräte nicht auszukommen. Also sollte - zumindest bei anspruchsvollen Aufnahmen - ein externes Mikrofon her. Das kann sich aber als ziemlich schwierig erweisen. Die Auswahl ist riesig, die Preisspannen auch. Selbst bei große Marken ist man nicht vor Ausfällen gefeit. Letztendlich ist die Qualität eines Mikros wie bei Lautsprechern nicht selten auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und der selbstgesetzten Ansprüche.

Sind die Filmaufnahmen erst einmal im Kasten, ist die Audiobearbeitung noch nicht abgeschlossen - auch wenn viele Videoschnittprogramme uns das glauben machen wollen. Während viele Einsteigeranwendungen fast immer vollständig auf eine nennenswerte Tonkorrektur verzichten, haben wir bei MAGIX Video deluxe den Anspruch, Bild und Ton gleichwertig zu behandeln. Was jedoch kann man am Ton nachträglich noch verbessern? Gerade bei Sprachaufnahmen erweist sich eine Korrektur besonders schwierig. Verändert man einzelne Frequenzbereiche, kommt es schnell zu Verfremdungen. Daher gilt auch hier, schon bei der Aufnahme für das bestmögliche Signal zu sorgen. Fehler, die man gar nicht erst begeht, muss man hinterher auch nicht wieder korrigieren. Wenn man einen Film aus unterschiedlichen Quellen zusammenschneidet, kommt es häufig zu erheblichen Lautstärkesprüngen. Mit der Normalisierungs-Funktion bringt man die einzelnen Clips auf ein einheitliches Niveau und kann dann sehr viel effizienter die Lautstärkeanpassung innerhalb des Videoprojekts vornehmen. Zudem verfügen dedizierte Tonbearbeitungsprogramme wie Samplitude über ausgezeichnete Rauschverminderungstechniken mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Eine anspruchsvolle Audioaufnahme kann also durchaus einige Anstrengungen kosten. Das Ergebnis lohnt sich jedoch allemal. Die Filme können sich dann nicht nur sehen, sondern auch hören lassen. Das Publikum wird sehr dankbar sein.