Traurig aber wahr
auf nem Weg zur Arbeit konnte ich sie beobachten. Menschen die sich trotz des realtiv medienpräsenten (und teilweise beliebten) BVG-Streiks an den U-Bahn- und Bus-Stationen tummeln und warten.

auf nem Weg zur Arbeit konnte ich sie beobachten. Menschen die sich trotz des realtiv medienpräsenten (und teilweise beliebten) BVG-Streiks an den U-Bahn- und Bus-Stationen tummeln und warten.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag*
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Berlin-Mitte: Mitten im Berufsverkehr um 8:40 Uhr kam es heute morgen zu einer dramatischen Geiselnahme im Berliner Untergrund. Eine junge Frau (Mitte 20) hatte versucht nach Ertönen des Warnsignals in den U-Bahn-Waggon einzudringen. Der bereits angefahrene Zug stoppte abrupt und die junge Frau stieg ein.
Was sich in den folgenden Minuten abspielte ist unbeschreiblich: Etwas außer Atem setzte sich die Zugestiegene auf einen freien Platz in mitten der wartenden Pendler, als eine Lautsprecherdurchsage das allgemeine Schweigen durchbrach.
„Die Frau, die eben zugestiegen ist, steigt umgehend wieder aus. Vorher fahren wir nicht weiter!“



Ich habe heute morgen einer bravourösen Demonstration der einfühlsamen Fähigkeiten der BVG-Durchsagensprecher(innen) beiwohnen dürfen. Eine viel zu große Menschenmenge drängte sich an meinem "Heimatbahnhof" Samariterstraße, die -nicht wenig gereizt- in böser Vorahnung wartend auf die Bahn ausharrten, als folgende Ansage über den Bahnsteig schallerte:
"Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund einer technischen Störung verkehrt die Linie U5 in Richtung Alexanderplatz zur Zeit unregelmäßig." So weit, so gut. An und für sich eine sachliche Begründung der massiven Verspätung der Bahn. Bis auf den unerfüllten Wunsch einer zeitlichen Einschätzung bis zur Behebung der technischen Querelen völlig in Ordnung.
Den Vogel Schoss die Ansagerin jedoch ab, als sie mit etwas Verzögerung und einem leicht vorwurfsvoll schnippischen Unterton hinzufügte: "Vielen dank!"
Da wird man als zahlender Kunde ruck zuck vom Opfer zum Täter. 