Kunst kommt von Können - Eindrücke von der 4. Open Air Gallery in Berlin

"Ich bin kein Tisch" oder "Tee unerwünscht" 
Zweimal im Jahr ist es soweit: Die malerisch schöne Oberbaumbrücke, die zwischen den Berliner Bezirken Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree führt, wird für den Autoverkehr gesperrt und als Open Air Gallery zur Freiluftbühne für Berliner und internationale Künstler. Nach einer Ankündigung im Hauptstadtblog ging es für mich am vergangenen Sonntag trotz wechselhaften Wetters auf die künstlerische Mitmach-Meile.

Ich muss zugeben, mich in den vergangenen Jahren nie sonderlich mit der Berliner Kunst-Szene auseinandergesetzt zu haben. Trotzdem: Das angebotene Potpurri aus malerischen, gehauenen, geschliffenen und fotografierten Kunstwerken unterschiedlichster Art hat beeindruckt und lud zum Verweilen ein. Ich weiß, es klingt geschwafelt, stimmt aber wirklich. Und man kommt irgendwie nicht daran vorbei, sich vor dem inneren Auge für das ein oder andere Werk den optimalen Platz im eigenen Heim auszumalen.
Wem die reine Bewunderung fremder Schöpfungen nicht genug war, der konnte sich selbst mit Pinsel, Farben und Stiften auf einer beinahe die ganze Brücke überspannenden Papier-Banderole verewigen. Dieser Einladung folgten große wie kleine Besucher mit gesteigertem Enthusiasmus. Stellenweise mussten sogar die über die Brücke verlaufenden Straßenbahn-Schienen dran glauben und wurden prompt mit angepinselt.

Zum angebotenen Outdoor-Tango-Kurs zu späterer Stunde habe ich's dann jedoch nicht mehr geschafft. Und die Moral? Man muss kein Kunstkenner sein, um an der Open Air Gallery Gefallen zu finden. Wer mag und kann, schaut zur zweiten Auflage am 03. September vorbei. Vielleicht sieht man sich ja dort.
Meine gesammelten Impressionen vom vergangenen Sonntag könnt Ihr hier unter "Open Air Gallery" anschauen.




