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Erlebnisbericht re:publica08

Ja etwas verspätet, aber wie es halt so ist - es gibt wichtigere Arbeit. Diesen Beitrag habe ich auch auf meinem privaten Blog (www.flausenkopf.net) veröffentlich. Naja wie dem auch sei, für mich war die re:publica die erste Konferenz in meinem noch jungen Leben als MAGIX Mitarbeiter. Aber auch die erste in meinem sonstigen Leben.

Glücklicherweise fand die re:publica in der Kalkscheune statt, somit konnte ich ohne Probleme zwischen Konferenz und Arbeitsstätte (Friedrichstraße 200) pendeltn. Wenn es mal keine für mich interessanten Panels oder Workshops zu hören gab, bin ich schnell mit meinem Piaggio Roller zurück ins Büro und hab Mail-Kram erledigt. Besonders begeistert hat mich der Vortrag des Harvard-Professors Viktor Mayer-Schönberger , welcher über "Nützliches Vergessen im Internet " referrierte. Ein rethorische hervrorangend (nicht anders von einem Professor zu erwarten) vorgetragender und dazu interessanter Vortrag. Besonders hervorzuheben an diesem Vortrag waren die vermittelten Visionen und Lösungsansätze, die ichs o in keinen anderen von mir besuchten Panel beobachten konnte. Meiner Meinung nach wurde zu oft über die Gegenwart und ihre Probleme gesprochen, als dass man mit gewagten Thesesn Diskussionsstoff lieferte. 



So erschienen mir viele meiner besuchten Panels und Workshops, zwar unterhaltsam ( nicht zuletzt wegen der SMS-Wall) aber nicht besonders informationsreich - Der größte Kritikpunkt meinerseits an der diesjährigen re:publica. Zudem vielen mir oftmals die Moderaratoren negativ auf. Tim Pritlove, der das Panel "Die Zukunft des Social Networks" moderierte stach in diesem zusammen Hang besonders heraus. Zu keinem Zeitpunkt schaffte er es aus seinem destruktiven "Wir meckern einfach mal ne Runde gegen StudiVZ" Muster auszubrechen. Und somit endete auch dieses, nicht zuletzte wegen den eingeladnen Gästen, durchaus vielversprechende Panel ohne jegliches Fazit bzw. wirkliche Information. 

Einziger Stern am re:publica Himmel wa da noch der gute Thomas Knüwer, der es wenigstens schaffte, in dem prominent besetztem Panel ( Robert Basic, Sacha Lobo, Don Dahlman ) über das Thema ( "Geld verdienen mit Blogs") eine Art hitzige Diskussion zu stande zu bekommen bzw. diese ordentlich zu moderieren. Entstanden ist diese aber lediglich durch das doch eher rüpelhafte Auftreten von Robert Basic, dem ich in diesem Moment eher dem Iro von Sacha Lobo aufsetzten wollte - da wäre er besser aufgehoben. Sacha Lobo hingegen machte erher den Eindruck, eines spießigen Businessmannes -Naja persönliche Empfindung. Dieser Panel war zweifelsohne einer der Highlights meiner re:publica. 

Insgesamt war die re:publica für mich ein sehr gute Erfahrung und besonders schön zu sehen war es, dass es noch viele weitere Menschen gibt, von denen ich sogar ein paar kennenlernen durfte, die genauso schlimm PC süchtig sind wie ich, wenn nicht noch viel viel schlimmer. Mehr war es dann aber doch nicht ! Ich bin leider in der viel besagten Klasse, für die die re:publica ein Art Klassenfahrt war, noch nicht richtig angekommen. Naja bin ja auch erst knappe 7 Monate oder so dabei. 

Übrigens:Hobnox hat die ganze Sache per Livestream übertragen und jetzt die gemachten Videos online gestellt. Also jeder der nicht vor Ort war, kann sich alles nochmal online anschauen . Fotos gibts unteranderem hier

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