Laptops bald überflüssig? Etwa jeder 2. kauft dieses Jahr ein Mobiltelefon
Nach Schätzungen des BitKom werden bis Ende 2007 in Deutschland wahrscheinlich 36,5 Mio. Mobiltelefone verkauft.
Eine enorme Zahl. Bei einer Bevölkerung von etwa 80 Mio. hat damit theoretisch etwa jeder zweite allein in diesem Jahr ein neues Gerät erworben. Erklären lässt sich dies wohl nur durch die Zunahme des Funktionsumfangs und damit des Anwendungsbereichs für Mobiltelefone. Nicht umsonst nennt Nokia einige seiner Geräte mittlerweile Multimediacomputer. 26,4% der Deutschen versenden über ihr Mobiltelefon mittlerweile auch Fotos, 12,2% hören darüber Musik und 36% interessieren sich für das mobile Internet.
Dazu passt eine Aussage von Phil McKinney, Technikchef der PC-Sparte von Hewlett-Packard, bei Welt Online wonach Laptops bald überflüssig würden. Denn wenn die kleinen mobilen Endgeräte immer mehr Funktionen in sich vereinen, wird für einen Großteil der Bevölkerung unter Umständen gar kein Bedarf mehr für weitere Hardware bestehen. McKinney bezieht sich dabei sehr auf die Arbeitswelt. Für den privaten Gebrauch gilt das aber genauso:
Hinsichtlich der mobilen Musicplayer ist der Speicherplatz bei vielen Mobiltelefonen jetzt schon ausreichend. In Zukunft werden die Kapazitäten weiter zunehmen und die Klangqualität wird sich (hoffentlich) verbessern.
Die Foto-/Videokameras besitzen jetzt schon zu einem Großteil 3 Megapixel und mehr. Auch hier wird sich die Bildqualität sicher in Zukunft weiter verbessern. Der Fokus sollte hier meiner Meinung nach allerdings auf Funktionen wie optischer Zoom, Blitzlicht und Verwacklungsschutz gelegt werden.
Die Bildschirmgröße hat bei einigen Geräten bereits ebenfalls ein Niveau erreicht, das für den Genuss von Videos oder Filmen unterwegs vollkommen ausreichend ist.
Ein richtiger Schub für die – dann wirklich – Multimediacomputer im Taschenformat wird aber mit der Durchsetzung des mobilen Internet kommen. Zusammen mit SaaS-Lösungen wie einem Online Desktop werden Nutzer dann Zugriff auf ihre kompletten persönlichen Mails, Medien und Textdokumente haben. Selbstverständlich können diese dann auch online bearbeitet, abgespeichert, getauscht oder versandt werden. Wozu also noch einen 1 - 2 Kilo schweres Gerät mit sich herumtragen, dass dazu auch noch sehr stoßempfindlich ist?
Nur hinsichtlich der Tastatur existiert meiner Meinung nach noch keine perfekte Lösung. Touchscreens wie bei dem ein oder anderen Hype-Phone sind meiner Meinung nach für die intensive Nutzung im Internet jedenfalls ungeeignet.





Ich glaube da nicht dran. Zum einen würde mein MDA-Pro nie wirklich mein Handy ablösen können, trotz dessen dieses aktuell nicht mehr dem heutigem technischen Standard entspricht.

Zum anderem würde der MDA-Pro nie mein Lappi ablösen, da das Arbeiten damit viel entspannter ist... Was eher mehr in Mode kommen wird - gerade als Couch-Potato-Book, sind Mini-Geräte zum Kleinstpreis wie der kürzlich von Asus erschienene EEE-PC! Das Teil würde sofort meinen MDA-Pro ersetzen - d.h. weg vom Handy zum Laptop.
Ich meine damit auch nicht, dass es keine Laptops mehr geben wird. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Großteil der Bevölkerung den Bedarf an Technik auch mit einem kleinen Multimediacomputer für unterwegs decken kann. Für zu Hause käme dann das Couch-Potato-Book in Frage, dass sich bei Bedarf auch an den entsprechend größeren Multifunktions-Internet-Fernseh-Bilderpräsentationsbildschirm anschließen lässt.
OK, für unterwegs stimme ich dem zu - allerdings rennt die Normalbevölkerung eh nicht mit Laptops durch die Gegend und die Geschäftsleute werden es nach Gebrauch weiterhin mit oder ohne Laptop machen. Ich sehe da die Mobilfunkgeräte eher PDA's ablösen als Laptops. E-Mails lesen am Handy geht zwar, aber schreiben usw ist nicht wirklich schön damit, selbst am MDA-Pro, der ja ne Art Mini-Notebook ist, ist das recht unpraktikabel auf Dauer.

Bei den Comsumern, die ja auch früher nicht mit Laptops draußen rum rannten, werden sich die Multimedia-Handys durchsetzen, aber das ist ein normaler Entwicklungsprozess meiner Meinung nach. Was es gibt, das wird halt gekauft.