Dr. Stay Dry entlarvt !

Mittwoch, 26. März 2008

Wie ich es mir bereits in meinem vorherigen Artikel gedacht habe. Nach ein paar kleineren Recherchen verdichten sich die Hinweise darauf, dass Dr. Stay Dry kein Rap-Newcomer ist, sondern lediglich ein "Branded Artist" und somit eine reine Marketing-Kampagne der Firma AXE. Dieser Zusammenhang wird jedoch bis zum heutigen Zeitpunkt jedoch noch nicht preisgegeben. 

Nach Überprüfung der aller Internetauftritte von Dr.Stay Dry wird deutlich, dass die Kampagne zunächst nur auf Deutschland zugeschnitten ist, es ist zumindest  nur die .de und die .com Domain registriert. Schaut man genauer hin, und macht eine whois Abfrage für die Domain "dr-stay-dry.de" erhält man schnell Gewissheit, dass Dr.Stay Dry kein echter Künstler ist. Die Domain ist regisitriert auf einen Herrn Uwe Deese. Der wiederum ist Geschäftsführer der megacult GmbH, eine Marketing Agentur die, wer hätte das gedacht, AXE  als Hauptkunden im Portfolio hat. Die Agentur schreibt selbst:

"Das eine Herrenpflege-Serie mehr als Schaum aufschlägt, demonstriert der Marketingmix von megacult auf beeindruckende Weise. megacult hat die sprichwörtliche Verführungskraft von AXE zu einem Action-Paket geschnürt, das von Konzert- und Clubpromotions über außergewöhnliche Sport-Events bis hin zu TV-Auftritten reicht. Ziel der Konzepte ist es, die ständige Präsenz der Marke durch PR zu intensivieren und den AXE Effect durch ganz besondere Events real werden zu lassen."


Lustiger Weise konnte ich zu keinem Zeitpunkt der Recherche einen Zusammenhang mit den USA feststellen. Alle Fäden laufen nach Deutschland. Die Musik-Produktion selbst wird durch die Voodoo Music GmbH aus Berlin  getätigt, der Musik-Video-Dreh hat in Deutschland stattgefunden und die Konzeption sowie Planung macht die megacult GmbH  in Köln. 

Desweiteren konnte ich gestalterische Entwürfe einer Webdesign Agentur aus Berlin finden, die doch sehr dem CD des Dr. Stay Dry ähneln. Kunde ? natürlich die megacult GmbH. 

Meiner Meinung nach eine gut geplante und interessante Kampagne, die sicherlich die Zielgruppe sehr genau trifft und zudem meiner Meinung nach sehr gut ankommen wird bzw. kommt. Ich bin gespannt. !


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Und eine Flatrate wird kommen...

Dienstag, 25. März 2008

Die altbekannten Vermarktungsformen der Musikindustrie scheinen immer mehr der Vergangenheit anzugehören.

So verhandelt Apple derzeit mit der Musikindustrie über ein „radikal neues“ Geschäftsmodell, wonach Nutzer von iPod und iPhone gegen einen Preisaufschlag unbegrenzten Zugang zur Itunes Bibliothek bekommen sollen. Das dieses Modell nicht ganz so radikal neu ist, zeigt die Tatsache, dass Nokia bereits mit Universal einen Vertrag geschlossen hat, wonach für bestimmte Endgeräte 80 US$ gezahlt werden sollen. Im Gegenzug können die Nutzer dieser Telefone unbegrenzt auf die Inhalte des Labels zugreifen. Bei den Finnen bemüht man sich derzeit darum, nun auch die anderen Majors ins Boot zu holen. O2 bietet im Übrigen schon seit einiger Zeit Verträge mit einer Napster-Flatrate an.

In Zeiten der Flatrates für’s Festnetz, den Mobilfunk und das stationäre bzw. mobile Internet scheint das Angebot einer Musikflatrate also schlüssig und überhaupt nicht mehr abwegig. Der Nutzer kann seine Abspiellisten dezentral speichern. Musik wird nur noch im downstream angehört und ist dafür überall verfügbar. Gleichzeitig hat der Kunde einfach und legal Zugriff auf eine sehr große, oder im Idealfall die komplette Auswahl von Musik. Bei den immer „interessanter“ werdenden Vorschlägen für die Bestrafung von Musikpiraterie könnte dies für viele ein zusätzlicher Anreiz sein.

Die Auswirkung dieser Entwicklung auf die Musiklandschaft bleibt abzuwarten. Meiner Meinung nach hat gute Musik hat ihren Preis. Je weniger dazu bereit sind, diesen Preis zu zahlen, desto mehr massenkompatibler Einheitsbrei wird den Kunden serviert werden.

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