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5 Minuten WM-Terrine



Die letzten Momente des Handball WM-Finales, sorry für den Ton. Überforderte 8 Bit geben ihr Bestes!


Es wäre übertrieben zu behaupten, die gestern gewonnene Handball-WM 2007 wäre in Berlin allgegenwärtig gewesen.

Auch, wenn der allgemeine Pressetenor eine regelrechte Neuauflage der Fußball-WM-Euphorie des letzten Sommers verheißt (das Unwort, welches mit "W" anfängt und mit "intermärchen" aufhört, werde ich hier ganz bewusst nicht verwenden!), so habe ich persönlich das kurzfristig wieder aufkeimende "Wir-Gefühl" allenfalls als Neu-Aufguss dehydrierter schwarz-rot-goldener Flocken empfunden - aber das kann ja auch mal ganz lecker sein!


Berlin am Sonntag, dem 04.02.2007, 15:30 Uhr


In doch beachtlichen Mengen waren mehr oder weniger überzeugte Berliner Handball-Fans gestern der gut versteckten Einladung eines großen Autohauses zum "Public Viewing" des Finalspiels der Handball-Weltmeisterschaft gefolgt.

Längst eingemottete Flaggen und bunte Perücken in Landesfarben waren reanimiert worden, um dem Abschluss eines Sport-Ereignisses beizuwohnen, welches bis dahin in Berlin kaum in Erscheinung getreten war (auf der offiziellen Seite der Hauptstadt Deutschlands ist schon heute keine Rede mehr vom furiosen Pokal-Sieg der deutschen Handballer).

Schön war es dann aber doch und 2.500 Zuschauer (auch polnische Fans) schaukelten sich gegenseitig in eine Art "kontrollierte Euphorie". Die die Feier des ersten deutschen Handball-WM-Titels seit 1978 musste jedoch ohne Autokorsos und Freudenchöre in S-Bahnen auskommen. Ob Handball nun wirklich zum dauerhaften Leckerbissen in aller Munde wird oder doch nur ein kurzer Heißhunger-Happen, quasi als Wiedergutmachung für den verpassten Fußball-WM-Sieg, war, das entscheidet ihr!
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