Matthew, Dominic, and Christopher in concert oder: Muse in Berlin!

Frontmann Matthew Bellamy als Klavier-Virtuose
Atemberaubend, unbeschreiblich, sensationell!! Am vergangenen Samstag gastierten die Schotten-Rocker von Muse in der Arena Treptow. Wer den Sound der Brachial-Effekt-verliebten Combo mag, kam voll auf seine Kosten. Vor ausverkauftem Haus brannten die Jungs ein wahres Feuerwerk der audiovisuellen Eindrücke ab.
Bessere Fotos als meine gibt es hier, Stimmen zum Konzert hier, und meine Ausführungen im weiteren Artikel.
7.500 begeisterte Fans unterschiedlichster gesellschaftlicher Färbung und internationaler Herkunft tingelten am Samstag abend friedlich in die Treptower Arena direkt am Ufer der Spree. Um kurz vor halb neun startete die Vorband The Noisettes. Bemerkenswert dabei nicht nur die schrille Performance der Frontfrau, sondern auch der volle Körpereinsatz des Drummers, der wie die fleischgewordene Reinkarnation von "Tier" wirkte.
Nach etwa einstündiger Umbaupause (leider viel zu lang!!), die die Fans mit immer wieder aufkeimenden Klatschtiraden zu verkürzen versuchten, betraten dann endlich die Helden des Abends die Bühne. Etwa anderthalb Stunden lang (inkl. Zugaben!) rollte ein bunter Song-Mix der letzten Alben in Form einer absolut kompromisslos fetten Soundlawine über die Köpfe des begeisterten Berliner Publikums. Auf übermäßige Moderation oder Frage-Antwort-Spielchen mit dem Publikum wurde (vermutlich bewusst) verzichtet, um die myteriöse Aura der Schwarzhaarigen nicht anzutasten.
Offenbar etwas zu eng ging's im Epizentrum der jubelnden Fan-Masse zu: im 10-Minuten-Takt wurden stark schwankende und an der Schwelle zur Bewustlosigkeit stehende Fans abtransportiert. Vielleicht lag's aber auch an der absolut fantastischen gesanglichen Performance des Frontmanns Matthew Bellamy, der sein außergewöhnliches Falsetto bis auf's Äußerste ausreizte.
Alles in allem: klangtechnisch eine absolute Offenbarung ("Besser als auf Platte!"), stimmungstechnisch ein super Gruppenerlebnis ohne Ausschreitungen, empehlungstechnisch eine glatte 1 (wer's grundsätzlich mag!).



Aha, der Piet geht auch auf Konzis? An das Neue Album hab ich mich jetzt noch nicht so gewöhnt, aber die älteren die ich kenne waren schon fett. Mein Nachbar ist / war Bassist. Dem kommen immer fast die Tränen wenn er von seinem Muse Live Konzert von vor 2 - 3 Jahren spricht. Muse muß Live schon echt der Hammer sein.
das konzert war wirklich sehr sehr geil, und der sound brillant, indeed. auch die bühne hat mir sehr gut gefallen. nicht so gut dagegen die unmögliche wege/toilletten/logistik/etc. -performance der arena, des ortes des geschehens - man sollte glauben, die hätten nach ein paar jahren veranstaltungserfahrung etwas gelernt.
aber die garderoben-abholung exakt in den ausgang zu verlegen, manche ausgänge nicht aufzumachen, an einer hand abzählbare toiletten für 7.500 besucher, etc... da braucht es schon starke töne, um das vergessen zu machen. arena: sechs, setzen. muse: extrapunkt deluxe, weitermachen!